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Analyse

Kommission sieht neue Maisernte deutlich kleiner

von , am
08.05.2015

Die europäische Maisernte 2015 wird nach der aktualisierten Prognose der EU-Kommission deutlich kleiner ausfallen als 2014Kommission sieht Maisernte deutlich kleiner

© landpixel
 
Die europäische Maisernte 2015 wird nach der aktualisierten Prognose der EU-Kommission deutlich kleiner ausfallen als 2014. Anfang Mai veranschlagten die Analysten der Kommission die europäische Maisernte 2015 nur noch auf 66,3 Mio. t. Damit wird die Rekordernte des Jahres 2014 von 75,9 Mio. t um 9,6 Mio. t bzw. rund 13 % verfehlt. Gegenüber der vorigen Schätzung von Ende März (68,0 Mio. t), wurde die erwartete Maisernte nochmals um 1,7 Mio. t nach unten gesetzt.
 
Auf 9,22 Mio. ha veranschlagen die Experten der Kommission die europäische Maisfläche für die Ernte 2015. Im Vergleich zur Märzschätzung mit 9,22 Mio. ha, wurde die Anbaufläche nicht verändert. Gegenüber dem Vorjahr (9,61 Mio. ha) geht der Maisanbau jedoch deutlich um 0,39 Mio. ha zurück. Die EU-Kommission liegt mit ihrer Schätzung zur europäischen Maisernte von 66,3 Mio. t jetzt unter der Prognose von Strategie Grains die zuletzt von einer Ernte von 68,0 Mio. t und einer Anbaufläche von 9,5 Mio. ha ausgingen.
 
Stabile Importe, schrumpfende Bestände, mehr Futtermais
Bei den Maisimporten erwartet die Kommission im neuen Wirtschaftsjahr 2015/16 jedoch nur einen leichten Anstieg. Mit geschätzten 9,0 Mio. t ist die erwartete Importmenge lediglich 0,5 Mio. tgrößer  als die Importmenge, die die Kommission für die noch laufende Saison veranschlagt (8,5 Mio. t). Gleichzeitig sollen die europäischen Endbestände von 21,0 Mio. t am Ende der noch laufenden Saison 2014/15, auf 16,3 Mio. t zum Ende der kommenden Saison schrumpfen. Der Einsatz von Mais in der Tierfütterung nimmt - trotz der kleineren Ernte - von 59,5 Mio. t auf 61,3 Mio. t in der nächsten Saison zu. Der Export von Mais aus der EU schrumpft nach Einschätzung der Kommission nur leicht von 3,2 Mio. t im noch laufenden Wirtschaftsjahr auf 2,7 Mio. t in im Wirtschaftsjahr 2015/16.
 
Deutlich kleinere Ernte in Frankreich, Rückgang in Deutschland
Für Frankreich, den größten Maisproduzenten der EU, erwartet die Kommission derzeit für die Ernte 2015 eine Maisproduktion von etwa 15,6 Mio. t (März: 16,3) nach immerhin 18,2 Mio. t im Jahr 2014. Das wäre ein Produktionsrückgang von 2,6 Mio. t oder 14 %. Für Deutschland rechnet die Kommission für 2015 mit einer Maisernte von 4,8 Mio. t (März: 5,1) nach der guten Ernte von 5,1 Mio. t im letzten Jahr. Dies wäre ein Rückgang der Produktion von etwa 6 % bzw. 0,3 Mio. t. Für unseren östlichen Nachbarn Polen rechnet die Kommission für 2015 nur mit einer Produktion von 2,7 Mio. t (März: 2,9) nach einer Ernte von 4,0 Mio. t im Jahr 2013.
 
Ungarn und Rumänien mit weniger Mais
Für Ungarn schätzt die Kommission die Maisernte 2015 auf 7,8 Mio. t (März: 7,5). Im Vergleich zur Erntemenge von 2014 (9,3 Mio. t) wäre die jetzt für 2015 erwartete Produktion immerhin 1,5Mio. t oder gut 16 % kleiner. Ebenfalls eine kleinere Maisernte als im Jahr 2014 erwarten die EU-Analysten für Rumänien. Im Vergleich zur Ernte 2014 von 11,3 Mio. t schrumpft die erwartete Produktion 2015 um 1,5 Mio. t auf 9,8 Mio. t. Eine ähnlich große Maisernte wie im Jahr 2014 erwarten die Kommissionsexperten für Italien. Die italienische Maisproduktion 2015 soll nach der aktuellen Prognose 8,6 Mio. t erreichen. Das sind 0,1 Mio. t weniger als 2014 (8,7 Mio. t). Für Spanien erwartet die Kommission 2015 eine Maisernte von 4,1 Mio. t nach 4,4 Mio. t im Jahr 2014. Für Bulgarien ist die Prognose mit 2,5 Mio. t 0,3 Mio. t kleiner wie die Ernte im letzten Jahr (2,8 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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