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Analyse

Langsame US-Maisernte hält Maispreise oben

von , am
29.10.2014

Auch Ende Oktober war der Fortschritt bei der Maisernte in den USA deutlich geringer als im langjährigen Mittel. Dieser Umstand hatte zuletzt (in Verbindung mit den starken US-Exportdaten) für kräftig steigende Maispreise gesorgt.

© Michael Hirschka/pixelio
Auch Ende Oktober war der Fortschritt bei der Maisernte in den USA deutlich geringer als im langjährigen Mittel. Dieser Umstand hatte zuletzt (in Verbindung mit den starken US-Exportdaten) für kräftig steigende Maispreise gesorgt. Wetterdienste erwarteten für die nächsten zwei Wochen wärmeres und trockeneres Wetter im Mittelwesten. Diese Erwartung hat sich bislang noch nicht in den aktuellen Erntedaten niedergeschlagen. Die Maispreise am US-Terminmarkt sind am Montag (27.10) um 2,8 % gestiegen und haben am Dienstag nochmals um 0,4 % zugelegt. In Europa konnten sich die Maispreise zum Wochenbeginn behaupten an und lagen am Dienstag bei knapp 144 Euro/t.
 
Ernte deutlich langsamer als üblich
Bis zum 26. Oktober war nicht einmal die Hälfte (46 %) der US-Maisflächen abgeerntet. Das entspricht einer bisherigen Erntefläche von 15,46 Mio. ha. Bis zum 19. Oktober  waren 31 % der Maisfläche bzw. 10,42 Mio. ha abgeerntet. Damit sind in den letzten sieben Tagen rund 5,04 Mio. ha Erntefläche hinzugekommen. Im langjährigen Mittel hatten die US-Farmer zu diesem Termin bereits zwei Drittel (65 %) der gesamten Maisfläche abgeerntet. Im letzten Jahr (2013) war der Mais zu diesem Termin von 56 Prozent der Erntefläche eingebracht. Im wichtigsten US-Maisanbaustaat Iowa, waren am 26. Oktober ertst  36 % (Vw: 19 %) der Maisflächen abgeerntet, im Vergleich zu 65 % im langjährigen Mittel, in Illinois warem es 59 % (Vw: 43 %) gegenüber durchschnittlich 72 %, in Nebraska waren es 40 % (Vw: 28 %) im Vergleich zu sonst üblichen 59 % und in Minnesota waren es 41 % Prozent im Vergleich zu 63 %.
 
Maispreise sind kräftig gestiegen
In den USA sind die Maispreise zuletzt kräftig gestiegen. Am Montag (27.10)  legten die Preise um 2,8 Prozent zu. Auch am Dienstag bewegten sich die Notierungen weiter nach oben. Am Dienstag (28.10) ging der US-Mais für den Dezembertermin in Chicago mit umgerechnet knapp 113 Euro/t (362,4 Ct/bu) aus dem Handel und damit 5 Euro teurer als in der letzten Woche mit 107 Euro/t (347 Ct/bu). Der Märzkontrakt wurde mit 117 Euro/t (378 Ct/bu) gehandelt und damit 6 Euro teurer als letzte Woche mit 111 Euro (360 Ct/bu) und der Maitermin notierte bei 119 Euro (386,6 Ct/bu). Am US-Kassamarkt lagen die Maispreise am Dienstag durchschnittlich bei 109 Euro (354 Ct/bu).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass.
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