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Analyse

Mais: Druck auf die Maispreise nimmt zu

von , am
27.05.2014

Auch die Maispreise stehen zum Beginn der neuen Woche unter Druck

Die Maispreise folgen momentan dem Trend aus den USA-nämlich abwärts. © Fritz/agrarheute.com
 
Auch die Maispreise stehen zum Beginn der neuen Woche unter Druck. Und auch beim Mais gehen die bärischen Preissignale eindeutig vom US-Markt aus und ziehen auch die Maispreise in Europa mit nach unten. In den USA setzen vor allem die Erwartungen des Marktes an einen raschen Abschluss der -Maisaussaat die Preise unter Druck. Allerdings wird es erst am Dienstag Abend (MEZ) eine Bestätigung für den bisherigen Aussaatfortschritt geben. Analysten erwarteten vom neuen Crop-Monitoring Report des USDA, dass die US-Maisaussaat zu knapp 90 % abgeschlossen ist. Das Wetter im Mittelwesten war jedenfalls deutliche wärmer und trockener. Vor allem in den nördlichen Bundesstaaten könnte die Maisaussaat einen großen Sprung gemacht haben. Vor diesem Hintergrund rechnet der Markt offenbar auch beim Mais mit einer deutlichen Preiskorrektur.
 
Markt erwartet fallende Preise
In den USA haben institutionelle Anleger vor dem Hintergrund der besseren Aussaat- und Ernteprognosen den Anteil der auf steigende Preise ausgerichteten sogenannten Net-Long-Positionen am Terminmarkt massiv gekürzt. Analysten berichten über den stärksten Rückgang in diesem Bereich seit 11 Monaten. Auch in Europa folgen die Preise (wegen der fallenden Exportpreise) dem Druck des fallenden US-Marktes. Bereits am Montag hatten die europäischen Maispreise nachgegeben und waren sowohl am Termin- als auch am Kassamarkt nach unten gerutscht. Am heutigen Dienstag Vormittag liegt der Mais in Chicago im elektronischen vorbörslichen Hande knapp 1,5 % im Minus und zieht auch die Maispreise in Europa mit nach unten.
 
Maispreise in Europa weiter abwärts
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise am Montag nochmals um gut einen Euro nachgegeben. Die Kontraktpreise für den Junitermin beendeten den Handel an der MATIF in Paris am Montag (26.05) mit 174,50 Euro/t und damit 1,25 Euro preiswerter als am Freitag. Für den Novemberkontrakt (neue Ernte) gaben die Preise im ebenfalls um 1,25 Euro auf 178,25 Euro nach. Damit bleibt die neue europäische Ernte rund 4 Euro teurer wie der aktuell gehandelte Mais. Am Dienstag Vormittag kostete der Juni-Mais zum Handelsbeginn an der MATIF nur noch 174,00 Euro/t und der November 177,50 Euro/t.
 
US-Maispreise kommen unter Druck
Am US-Terminmarkt in Chicago liegen die Maispreise am heutigen Dienstag im elektronischen vorbörslichen Handel um 1,3 % im Minus. Der Julitermin notiert in Chicago mit umgerechnet 136 Euro/t (471,6 Ct/bu) und der Septembertermin kostete 135 Euro (469,2 Ct/bu) und damit jeweils 2 Euro weniger als am Freitag. Die neue Ernte (Dezember) wurde mit 135 Euro (469 Ct/bu) gehandelt und damit ebenfalls 2 Euro billiger. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) wurde der Mais am Montag für rund 221 USD/t (162 Euro/t) verladen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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