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Analyse

Mais: Ernteprognosen halten Preise in Schach

von , am
18.08.2014

Am europäischen Maismarkt bewegten sich die Preise zuletzt seitwärts.

© aboutpixel.de
 
Am europäischen Maismarkt bewegten sich die Preise zuletzt seitwärts. Weder der letzte USDA-Report noch die aktuellen Ernteschätzungen der wichtigsten europäischen Analysten haben grundlegend neue Erkenntnisse über die Versorgungslage gebracht. Noch vergeht zwar einige Zeit bis zum Erntebeginn jedoch sowohl in den USA als auch in Europa erwartet man Ernten auf neuem Rekordniveau oder zumindest in dessen Nähe. Die europäischen Analysten von Strategie Grains gehen zumindest von der zweitgrößten bislang eingebrachten europäischen Ernte aus. Das lässt den Preisen weiterhin wenig Spielraum nach oben. Dabei haben die europäischen Maispreise in der letzten Woche auch nicht weiter verloren und die US-Preise sogar leicht zugelegt.
 
Maispreise in Europa zuletzt seitwärts
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise letzte Woche kaum verändert. Für den Novemberkontrakt (neue Ernte) konnten die Preise im Wochenverlauf ihr Niveau bei etwa 154,50 Euro behaupten. Im Vergleich zum letzten Jahr (August 2013) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 10 Euro oder 7 % niedriger. Am Montag Vormittag (18.08) starteten die Maispreise im vorbörslichen elektronischen Handel in den USA mit einem leichten Plus. In Frankreich bewegten sich die Maispreise im Großhandel (fob Bordeaux) am Ende der letzten Woche bei etwa 156 Euro und damit 2 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Am Großmarkt in Mannheim lagen die Maispreise Mitte der vorigen Woche ab südwestd. Station für alterntigen Mais zwischen 174 und 178 Euro/t (Vw: 173 und 174 Euro) und fob-Oberrhein zwischen 176 und 178 Euro/t
 
US-Mais kann sich etwas erholen
Am heutigen Montag (18.08) Vormittag legen die US-Maispreise im elektronischen vorbörslichen Handel leicht zu. Im Verlauf der letzten Woche haben sich die Maispreise in den USA ebenfalls etwas erholt. Der Septembertermin ging am letzten Freitag (15.08) in Chicago mit umgerechnet 107, 5 Euro/t (365,6 Ct/bu) rund 4 Euro teurer als in der Vorwoche aus dem Handel. Der Dezemberkontrakt wurde mit knapp 111 Euro (377 Ct/bu) ebenfalls 4 USD teurer gehandelt. Im Vergleich zum letzten Jahr (August 2013) sind die Maispreise in den USA derzeit 25 Prozent niedriger. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete der Mais am Freitag (15.08) für die Verladung im August 197 USD/t (147 Euro/t) und für den Oktober 202 USD/t (151 Euro) und damit rund 1 bis 3 USD/t mehr wie vor einer Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
 
 
Weitere Informationen und Ernteprognosen zum Weltmarkt finden Sie unter:
 
Und zur Marktentwicklung in Europa:
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