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Analyse

Mais: In Europa fallen die Maispreise unter 150 Euro

von , am
08.09.2014

Die Maispreise haben in der letzten Woche weiter nachgegeben. Dabei ging der Druck weiterhin von den sehr guten Ernteprognosen in den USA und in Europa aus.

© Mühlhausen/landpixel
Die Maispreise haben in der letzten Woche weiter nachgegeben. Dabei ging der Druck weiterhin von den sehr guten Ernteprognosen in den USA und in Europa aus. In den USA liegen die meisten Analystenschätzungen mittlerweile recht deutlich über den Ertrags- und Produktionsprognosen des USDA (bei Mais und bei Soja). Am europäischen Terminmarkt sind die Maispreise letzte Woche unter die Marke von 150 Euro/t gefallen. Das sind die niedrigsten europäischen Maispreise seit Mai 2010 - also seit reichlich 4 Jahren. In den USA gaben die Kurse ebenfalls kräftig nach und fielen bis auf umgerechnet 105 Euro/t, konnten sich dann zum Ende der Woche aber wieder etwas erholen. Grund für die Preiserholung waren Meldungen über mögliche Frosteinbrüche im Mittelwesten und die damit verbundenen Ertrags- und Produktionsausfälle. Mehr Klarheit über die Größe der neuen Ernte in den USA und weltweit sowie eine aktuelle Einschätzung zur neuen Maisernte in Europa, wird der neue USDA-Report am späten Donnerstag Abend bringen.
 
Maispreise in Europa stehen unter Druck
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise im Verlauf der letzten Woche nochmals deutlich nachgegeben. Für den Novemberkontrakt (neue Ernte) fielen die Preise im Wochenverlauf erstmals unter die 150-Euro-Marke. Am Freitag (05.08) kosteten der Mais am Terminmarkt in Paris mit 148,75 Euro/t nochmals 3 Euro  weniger als am Freitag zuvor (Vw: 151,75). Im Vergleich zum September 2013 (182 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt damit 33 Euro oder 18 % niedriger. Seit Anfang Mai 2014 (195 Euro) haben die Maispreise in Europa um 46 Euro oder 24 % nachgegeben. Derzeit befinden sich die europäischen Maispreise auf dem tiefsten Stand seit Anfang Mai 2010. In Frankreich bewegten sich die Maispreise im Großhandel (fob Bordeaux) am Freitag bei 147 Euro und 4 Euro niedriger als eine Woche zuvor (151 Euro). Am Großmarkt in Mannheim lagen die Maispreise letzte Woche ab südwestd. Station für alterntigen Mais zwischen 174 und 177 Euro/t (Vw: 174 und 177 Euro). Mais der neuen Ernte wurde in Mahnheim mit 152 Euro bis 154 Euro notiert.
 
US-Mais hat noch keinen Boden gefunden
Im Verlauf der letzten Woche haben die US-Maispreise zunächst kräftig nachgegeben, sich dann am Ende der Woche mit den Frostwarnungen für den Mittelwesten jedoch wieder etwas erholt. Am Donnerstag Abend werden die neuen Produktions- und Bestandsdaten des USDA für die neue US-Ernte erwartet. US-Analysten gehen überwiegend davon aus, dass das USDA die Erträge und die Produktion weiter nach oben setzt. Der US-Mais für den Septembertermin ging am letzten Freitag (05.09) in Chicago mit umgerechnet 105,4 Euro/t (346,4 Ct/bu) aus dem Handel und damit (trotz Zwischenerholung) noch immer 2,0 Euro billiger als am Freitag der Vorwoche. Der Dezemberkontrakt wurde mit 108,25 Euro (356 Ct/bu) 1,0 Euro schwächer gehandelt und der März bei etwa 112 Euro (368,6 Ct/bu). Im Vergleich zum September 2013 sind die Maispreise in den USA derzeit 31 Prozent oder umgerechnet 49 Euro/t niedriger. Zum Wochenbeginn (08.09) lagen die Maispreise in den USA im elektronischen vorbörslichen Handel erneut im Minus. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete der Mais am Freitag (05.09) für die Verladung im September 188,6 USD/t (146 Euro/t) und für den November 190 USD/t (147 Euro) und damit rund 3 USD/t bis 4 USD weniger als vor einer Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass-2014
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