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Analyse

Mais: Hohe US-Exporte halten Preise oben

von , am
17.02.2014

In den USA erholten sich die Maispreise am Freitag weiter und erreichten ein neues 5-Monatshoch.

© Kurt/pixelio
 
In den USA erholten sich die Maispreise am Freitag weiter und erreichten ein neues 5-Monatshoch. In Europa haben sich die Maispreise fast nicht verändert. Gleichzeitig sorgte in der letzten Woche der erste Ausblick des USDA auf die Anbauentwicklung bei im Jahr 2014 für Bewegung an den Märkten. Dabei ging man allerdings von einem weiteren deutlichen Preisrückgang bei Mais im kommenden Wirtschaftsjahr 2014/15 aus. Allerdings wird es in der aktuellen Woche vom USDA im Rahmen des Outlook Forums neue und noch aktuellere Daten geben. In den USA ist heute (Montag) ein Feiertag und es wird an den US-Terminmärkten nicht gehandelt.
 
US-Maisexporte trotz logistischer Probleme gut
Die Exporte beim US-Mais laufen unverändert gut. Gleichzeitig haben die massiven Schneefälle in den USA die Lieferungen der Farmer an die Händler und Exporteure gedrosselt. Beim US-Mais stiegen die Preise am letzten Freitag (14.02) auf den höchsten stand seit Anfang Oktober 2013. Trotz der logistischen Probleme (starker Schneefall) haben die USA in der letzten Woche 1,27 Mio. t Mais ins Ausland verkauft. Diese Menge lag am oberen Ende der Analystenerwartungen von 400.000 t bis 1,35 Mio. t jedoch deutlich unter dem Ergebnis der Vorwoche von 1,7 Mio. t. Insgesamt summieren sich die US-Maisexporte auf 34,6 Mio. t gegenüber 13,88 Mio. t im letzten Jahr zu diesem Termin. Das ist mehr als eine Verdopplung der US-Ausfuhrmenge.
 
Europäische Importe ziehen wieder an
Das Importtempo der Europäer nahm zuletzt wieder zu. In der letzten Abrechnungswoche kauften die EU-Länder insgesamt 424.000 t Mais in Drittländern ein. In der Woche zuvor lag die Importmenge bei 289.000 t. Bislang wurden schon 7,79 Mio. t Mais in die EU importiert. Im Vergleich zum letzten Jahr (7,17 Mio. t) sind die Einfuhren damit bislang 0,62 Mio. t größer. Bezogen auf das gesamte Wirtschaftsjahr hat Spanien mit 2,5 Mio. t die größte Menge Mais aus Drittländern importiert. Auf Position zwei der europäischen Importeure stehen bislang die Niederlande mit 1,55 Mio. t, gefolgt von Italien mit 937.000 t und Portugal mit 818.000 t. Auf Position 5 unter den Maisimporteuren der EU liegt Deutschland mit Einfuhren von 522.000 t.
 
US-Maispreise klettern weiter
Am US-Terminmarkt in Chicago haben die Maispreise am Freitag zugelegt und erreichten den höchsten stand Anfang Oktober 2013. Der Märztermin ging am Freitag (14.02) in Chicago mit einem Aufschlag von 1,1 % und umgerechnet 127,89 Euro/t (445,2 Ct/bu) aus dem Handel und der Maitermin kostete 129,47 Euro (450,6 Ct/bu). Damit lagen die US-Mais-Preise (Märzkontrakt) weiter über der für technische Analysten wichtigen 10-Tage-Linie (440,5 Ct/bu) und halten sich zudem auch deutlich oberhalb der 20-Tage-Linie (434,5 Ct/bu) und noch deutlicher über der 40 Tage-Linie (430,5 Ct).
 
Europäische Maispreise kaum verändert
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise am Freitag (14.02) fast nicht verändert. Die Kontraktpreise für den Märztermin beendeten den Handel an der MATIF in Paris mit 172,25 Euro/t und damit wie am Vortag. Für den Junikontrakt blieben die Preise mit 176,50 Euro ebenfalls stabil. Im Großhandel bewegten sich die Maispreise in Frankreich am Freitag (14.02) zwischen 162 Euro und 167 Euro (+1) und damit auf dem Niveau der Vorwoche. An den französischen Rheinhäfen wurde der Mais am Freitag für 178 Euro/t (0) verladen und damit ebenfalls zu unveränderten Preisen. Am Großmarkt in Hamburg wurde Mais am Freitag (14.02) für 191 Euro (0) angeliefert.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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