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Analyse

Mais: US-Exporte stark rückläufig, Preise schwächer

von , am
24.02.2014

Die Exportverkäufe der USA bei Mais gehen nach einigen sehr starken Wochen deutlich zurück

© marshi/aboutpixel.de
 
Die Exportverkäufe der USA bei Mais gehen nach einigen sehr starken Wochen deutlich zurück. Zusätzlich setzten die Produktions- und Preisprognose der US-Outlookkonferenz den Markt unter Druck. In seiner aktuellen Schätzung geht das USDA von einem Preisrückgang bis auf 3,90 USD/Bushel (112 Euro/t) für 2014/15 aus. Im Vergleich zum aktuellen Wirtschaftsjahr 2013/14, mit einem Durchschnittspreis von 4,50 USD/Buschel (129 Euro/t), wäre dies ein Rückgang der Maispreise von 14 %.
 
US-Exporte zur Vorwoche halbiert
Nach den Daten des USDA wurden in der letzten Woche 691.000 t Mais ins Ausland verkauft. Diese Menge lag am unteren Ende der Analystenerwartungen von 600.000 t bis 1,35 Mio. t und deutlich unter den Exportverkäufen der letzten beiden Wochen von 1,27 Mio. t und 1,7 Mio. t. Hauptabnehmer waren Japan (454.0000 t), Peru (99.000 t), Ägypten (75.000 t), Venezuela (46.000 t) und China (18.800 t). Insgesamt summieren sich die US-Maisexporte jetzt auf 35,3 Mio. t gegenüber 14,24 Mio. t im letzten Jahr zu diesem Termin.
 
Europäer haben mehr als 8 Mio. t importiert
Die Maisimporte der Europäer setzten sich relativ stetig fort. In der letzten Abrechnungswoche kauften die EU-Länder insgesamt 352.000 t Mais in Drittländern ein. In der Woche zuvor lag die Importmenge bei 424.000 t und vor zwei Wochen bei 289.000 t. Bislang wurden schon 8,14 Mio. t Mais in die EU importiert. Im Vergleich zum letzten Jahr (7,63 Mio. t) sind die Einfuhren damit bislang 0,51 Mio. t größer. Bezogen auf das gesamte Wirtschaftsjahr hat Spanien mit 2,53 Mio. t die größte Menge Mais aus Drittländern importiert. Auf Position zwei der europäischen Importeure stehen bislang die Niederlande mit 1,7 Mio. t Auf Position 5 unter den Maisimporteuren der EU liegt Deutschland mit Einfuhren von 606.000 t.
 
Preisprognosen sorgen für Druck
Am US-Terminmarkt in Chicago haben die Maispreise am Freitag nachgegeben. Der Märztermin ging am Freitag (21.02) in Chicago mit einem Abschlag von 0,6 % und umgerechnet 129,56 Euro/t (453,0 Ct/bu) aus dem Handel und der Maitermin kostete 131,26 Euro (459 Ct/bu). Damit lagen die US-Mais-Preise (Märzkontrakt) jedoch weiterhin über dem Niveau der Vorwoche. Für das neue Wirtschaftsjahr 2014/15 geht das USDA derzeit allerdings von einem Preisrückgang bis auf 3,90 USD/Bushel (112 Euro/t) aus. Im Vergleich zum aktuellen Wirtschaftsjahr 2013/14, mit einem Durchschnittspreis von 4,50 USD/Buschel (129 Euro/t), wäre dies ein weiterer Rückgang der Maispreise von 14 %.
 
Europäische Maispreise zuletzt fest
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise in der letzte Woche etwa 2 bis 3 Euro zugelegt und blieben auch am Freitag (21.02) relativ stabil. Die Kontraktpreise für den Märztermin beendeten den Handel an der MATIF in Paris mit 174 Euro/t und damit auf dem gleichen Stand wie am Vortag. Für den Junikontrakt blieben die Preise mit 180,0 Euro am Ende der Woche ebenfalls stabil. Im Großhandel bewegten sich die Maispreise in Frankreich am Freitag (21.02) zwischen 162 Euro und 166 Euro (0) und damit auf dem Niveau der Vorwoche. An den französischen Rheinhäfen wurde der Mais am Freitag für 178 Euro/t (0) verladen und damit ebenfalls zu unveränderten Preisen. Am Großmarkt in Hamburg wurde Mais am Freitag (21.02) für 190 Euro (-1) angeliefert.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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