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Analyse

Mais: US-Preise auf 6Monatshoch, Rekord bei EU-Importen

von , am
28.03.2014

Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise am Donnerstag (27.03) kaum verändert.Am US-Terminmarkt sind die Maispreise auf den höchsten Stand seit 6 Monaten geklettert.

© Kurt/pixelio
 
Am Maismarkt werden sich die Preise in den nächsten Wochen ganz wesentlich am Aussaatfortschritt im US-Mittelwesten sowie an den vom USDA geschätzten Aussaatflächen für die neue Ernte orientieren. Dabei dürfte die Maisfläche beim größten Exporteur zwar kleiner sein als im letzten Jahr, jedoch größer als zunächst erwartet. Sogar eine neue Rekordernte scheint 2014 möglich. Gleichzeitig wachsen jedoch die US-Maisbestände auf ungeahnte Höhen. Gestützt werden die Preise derzeit jedoch durch die starken Exporte der USA und den sich abzuzeichnenden drastischen Anbaurückgang von 20 % bis 30 % in der Ukraine. In den USA sind die Maispreise am Donnerstag (27.03.) sogar auf ein neues 6Monatshoch gestiegen und auch in Europa waren die Preise unverändert fest.
 
Europäer mit neuem Einfuhrrekord
Der Umfang der europäischen Mais-Importe hat zuletzt wieder zugenommen. In der aktuellen Abrechnungswoche bis zum 25. März kauften die EU-Länder insgesamt 501.000 t Mais in Drittländern ein. In der Woche zuvor lag die Importmenge bei 349.000 t und vor zwei Wochen bei 372.000 t. Insgesamt wurden in diesem Wirtschaftsjahr bereits 10,1 Mio. t Mais in die EU importiert. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2012/13 (8,74 Mio. t) sind die Einfuhren damit bereits 1,36 Mio. t größer. Bezogen auf das gesamte Wirtschaftsjahr hat Spanien mit 3,04 Mio. t die größte Menge Mais aus Drittländern importiert. Auf Position zwei der europäischen Importeure stehen bislang die Niederlande mit 2,2 Mio. t, gefolgt von Italien mit 1,27 Mio. t und Portugal mit 1,04 Mio. t. Auf Position 5 unter den größten Maisimporteuren der EU (aus Drittländern) liegt Deutschland mit Einfuhren von 746.000 t.
 
US-Exporte ziehen wieder an
Die laufenden Exportverkäufe von Mais aus den USA haben in der letzte Woche wieder deutlich zugenommen und für den aktuellen Preisanstieg an den Börsen gesorgt. Nach den Daten des USDA wurden in der letzten Abrechnungswoche 1,4 Mio. t US-Mais ins Ausland verkauft. Diese Menge übertraf die Analystenerwartungen von 500.000 t bis 750.000 t sehr deutlich und liegt zudem deutlich über den Exportverkäufen der letzten beiden Wochen von 745.000 Mio. t und von 683.000 t. Hauptabnehmer von US-Mais waren diesmal Ägypten (431.0000 t), Mexiko (240.000 t), Kolumbien (187.000 t), Südkorea (139.000 t), Japan (110.300 t) und Taiwan (72.000 t). Insgesamt summieren sich die US-Maisexporte in diesem Wirtschaftsjahr schon auf 40,3 Mio. t gegenüber 15,2 Mio. t im letzten Jahr zu diesem Termin. Das ist eine Zunahme der US-Ausfuhrmenge um 25 Mio. t.
 
Europäischer Mais wenig verändert
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise am Donnerstag (27.03) kaum verändert. Die Kontraktpreise für den Junitermin beendeten den Handel an der MATIF in Paris mit 185,75 Euro/t und damit eben so teurer wie am Vortag und rund 1 Euro billiger als vor einer Woche. Für den Augustkontrakt legten die Preise um 0,25 Euro 191,00 Euro zu. Im Großhandel bewegten sich die Maispreise in Frankreich am Donnerstag (0) zwischen 170 Euro und 174 Euro (+1) und waren damit ähnlich teurer wie letzte Woche. Am Großmarkt in Hamburg wurde Mais am Donnerstag (27.03) mit 197 Euro (+5) notiert und damit wieder deutlich teurer als vor einer Woche. Am Großmarkt in Mannheim lagen die Maispreise Anfang der Woche (ab südwestd. Station) zwischen 185 Euro und 189 Euro (+1) und fob-Oberrhein zwischen 192 Euro und 193 Euro (0).
 
US-Maispreise auf 6Monatshoch
Am US-Terminmarkt in Chicago waren die Maispreise am Donnerstag (27.03) auf den höchsten Stand seit 6 Monaten geklettert. Der Maitermin ging am Donnerstag in Chicago mit einem Aufschlag von 1,6 % und umgerechnet 141 Euro/t (492 Ct/bu) aus dem Handel und der Julitermin kostete 142 Euro (496 Ct/bu). Die neue Ernte (Dezember) wurde mit knapp 140 Euro (488 Ct/bu) gehandelt. Damit sind die US-Mais-Preise seit Mitte Januar um knapp 17 % gestiegen. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete der Mais am Donnerstag 231 USD/t (168,61 Euro/t) und der Junitermin wurde für rund 226 USD/t (165 Euro/t) angeboten.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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