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Analyse

Maisernte in Europa wird 10 % kleiner

von , am
22.04.2015

Die europäische Maisernte 2015 wird nach der aktualisierten Prognose der Analysten von Strategie Grains deutlich kleiner ausfallen als 2014.

© Kurt/pixelio
 
Die europäische Maisernte 2015 wird nach der aktualisierten Prognose der Analysten von Strategie Grains deutlich kleiner ausfallen als 2014. Mitte April erwarteten die Marktbeobachter, dass die europäische Maisernte 2015 mit 68,0 Mio. t die Rekordernte des Jahres 2014 von 75,6 Mio. t um 7,6 Mio. t oder rund 10 % verfehlt. Im Vergleich zur vorigen Schätzung vom März, wurde die Produktionserwartung von Strategie Grains nochmals um 0,2 Mio. t nach unten gesetzt. Auf 9,5 Mio. ha veranschlagen die Experten von Strategie Grains die europäische Maisfläche für die Ernte 2015. Im Vergleich zur Märzschätzung wurde die Anbauerwartung damit um 0,1 Mio. ha zurückgenommen. Gegenüber dem Vorjahr (9,7 Mio. ha) geht der Maisanbau sogar um 0,2 Mio. ha zurück. Die EU-Kommission liegt mit ihrer aktuellen Schätzung zur europäischen Maisernte von 68,0 Mio. t derzeit auf einer Linie mit der Prognose von Strategie Grains.
 
Frankreichs Maisernte schrumpft um 13 %
Für Frankreich, den größten Maisproduzenten und Exporteur der EU, erwartet Strategie Grains für die Ernte 2015 eine Maisfläche von rund 1,7 Mio. ha. Das entspricht der Anbaufläche der Märzschätzung und ist gegenüber 2014 (1,8 Mio. ha) ein Rückgang von 0,1 Mio. ha. Die französische Maisproduktion 2015 erwartet Strategie Grains im April bei 15,9 Mio. t und damit immerhin 0,4 Mio. t größer als zur letzten Prognose im März. Dennoch wäre die neue Maisernte 2015 immer noch 2,3 Mio. t oder 13 % kleiner als die Rekordernte aus dem 2014 von 18,2 Mio. t. Die EU-Kommission hat die französische Maisernte in ihrer letzten Prognose von Ende März deutlich größer als Strategie Grains auf 16,3 Mio. t geschätzt.
 
Ungarische Maisernte um 15 % kleiner
Für Ungarn erwartet Strategie Grains für 2015 eine Maisfläche von unverändert 1,2 Mio. ha. Im Vergleich zur Ernte 2014 wäre die Maisfläche für die neue Ernte 2015 ebenfalls stabil. Die Produktionsschätzung für die ungarische Maisernte 2015 haben die Analysten von Strategie Grains im April um 0,1 Mio. t auf 7,9 Mio. t nach unten gesetzt. Im Vergleich zur bisherigen Rekordernte aus dem Jahr 2014 von 9,3 Mio. t, wäre die jetzt für 2015 erwartete Erntemenge 1,4 Mio. t oder etwa 15 % kleiner. Die EU-Kommission hatte Ende März in ihrer Prognose eine noch etwas kleinere ungarische Maisernte von 7,5 Mio. t erwartet.
 
Rumänien erntet 14 % weniger Mais
Eine ebenfalls deutlich kleinere Maisernte als im Jahr 2014 erwarten die Analysten auch für Rumänien. Dabei bleibt die Anbaufläche mit 2,5 Mio. ha sowohl zur letzten Schätzung als auch gegenüber 2014 stabil. Allerdings werden die Erträge bei weitem nicht so hoch sein wie 2014. Vor diesem Hintergrund erreicht die rumänische Maisproduktion 2015 nach der April-Prognose von Strategie Grains rund 9,9 Mio. t. Das ist ebenso viel wie im März erwartet wurde, jedoch 1,4 Mio. t oder 14 % weniger als 2014 (11,3 Mio. t). Die EU-Kommission hatte die rumänische Maisernte Ende März ebenfalls auf 9,9 Mio. t geschätzt.
 
Maisernte in Italien schrumpft kräftig
Eine deutlich kleinere Maisernte als im Jahr 2014 erwarten die Analysten auch für Italien. Die Anbaufläche wird im April auf nur noch 0,82 Mio. ha geschätzt und damit 0,05 Mio. ha kleiner als noch im März (0,87 Mio. ha) und auch als 2014 (0,87 Mio. ha). Die italienische Maisproduktion 2015 wird nach der aktuellen Prognose nur noch 7,5 Mio. t erreichen. Das sind 0,5 Mio. t weniger als im März erwartet wurde und sogar 1,2 Mio. t oder 14 % weniger als 2014. Die EU-Kommission hat Ende März in ihrer Prognose eine italienische Maisernte von 8,7 Mio. t erwartet.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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