Login
Analyse

Maisernte in den USA macht Riesensprung

von , am
05.11.2014

Anfang November macht die Maisernte in den USA einen Riesensprung und sorgte damit für massiven Preisdruck am US-Maismarkt.

© Schollen/landpixel.de
Anfang November macht die Maisernte in den USA einen Riesensprung und sorgte damit für massiven Preisdruck am US-Maismarkt. Außerdem berichteten Händler wegen der sehr großen auf den Markt drängenden Mengen über erhebliche Probleme bei der Transport- und Lagerlogistik. Der aktuelle Ernteschub lag zudem deutlich über den Erwartungen der Analysten. Die Maispreise gaben deshalb am US-Terminmarkt am Dienstag nach Veröffentlichung der Daten um rund 2,5 % nach und liegen auch am Mittwoch deutlich im Minus. Analysten bestätigen zudem noch einmal die erwartete Rekordernte bei Mais und gehen außerdem von einer weiteren moderaten Aufwärtskorrektur der US-Maisernte im USDA-Report am kommenden Montag (10.11) aus. Dann könnte es zu weiteren Preiskorrekturen beim Mais kommen, denn die US-Maispreise sind wegen der sehr langsamen US-Maisernte im Oktober um 19 % gestiegen.
 
Ernte macht einen Riesensprung
Bis zum 03. November hatten die US-Farmer 65 Prozent der gesamten US-Maisflächen abgeerntet. Das entspricht einer Erntefläche von 21,86 Mio. ha. In der Woche zuvor waren erst 46 % der Maisfläche bzw. 15,46 Mio. ha abgeerntet. Damit sind in den letzten sieben Tagen rund 6,4 Mio. ha hinzugekommen. Im langjährigen Mittel hatten die US-Farmer zu diesem Termin allerdings schon 73 Prozent der Maisfläche abgeerntet. Im letzten Jahr (2013) war der Mais zu diesem Termin von 71 Prozent der Maisernte eingebracht. Im wichtigsten Mais-Anbaustaat Iowa waren am 02. November 61 % (Vw: 36 %) der Maisflächen abgeerntet und damit innerhalb einer Woche ein Drittel der Maisfläche, jedoch immer noch weniger als im langjährigen Mittel mit 75 %, in Illinois erreichte die Erntefläche 77 % (Vw: 59 %) gegenüber durchschnittlich 78 %, in Nebraska waren es 60 % (Vw: 40 %) im Vergleich zu sonst üblichen 71 % und in Minnesota waren es 71 % Prozent (Vw: 41 %) im Vergleich zu 73 %.
{BILD:551277:jpg} 
Maispreise geraten unter Druck
In den USA sind die Maispreise zum Beginn dieser Woche kräftig gefallen. Grund ist der Angebots- und Vermarktungsdruck der von der laufenden Ernte ausgeht. Hinzu kommen Erwartungen von Analysten, dass die jetzt auf Hochtouren laufende Ernte und die Bestände am Montag Abend (10.11) vom USDA nochmals moderat nach oben korrigiert werden. Am Dienstag gaben die Maispreise in den USA um rund 2,5 Prozent nach und auch am Mittwoch bewegen sich die Notierungen im laufenden Handel deutlich im Minus. Am Dienstag (04.11) ging der US-Mais für den Dezembertermin in Chicago mit umgerechnet knapp 115 Euro/t (364,4 Ct/bu) aus dem Handel. Der Märzkontrakt wurde mit 119 Euro/t (372,2 Ct/bu) notiert und der Maitermin kostete 121 Euro (386 Ct/bu). Am US-Kassamarkt lagen die Maispreise am Dienstag durchschnittlich bei 115 Euro (364 Ct/bu) fallen aber am Mittwoch weiter kräftig.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass.
Auch interessant