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Analyse

Mais/EU 2014: Anbaurückgang, aber stabile Produktion

von , am
17.01.2014

Die Anbaufläche von Mais für die Ernte 2014 wird nach Einschätzung des europäischen Analystenhauses Strategie Grains zurückgehen.Allerdings gehen die Marktbeobachter davon aus, dass die Ernte 2014 mit 64,8 Mio. t in etwa das Niveau des Jahres 2013 (64,5 Mio. t) erreicht.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Anbaufläche von Mais für die Ernte 2014 wird nach Einschätzung des europäischen Analystenhauses Strategie Grains zurückgehen. Auf 9,3 Mio. ha veranschlagen die Experten von Strategie Grains auf der Grundlage der derzeitigen Planungen und sonstigen Rahmenbedingungen die Anbaufläche. Im Vergleich zur Ernte 2013 wäre die Anbaufläche von Mais im Jahr 2014 damit 0,5 Mio. ha oder 4 % kleiner. Allerdings gehen die Marktbeobachter davon aus, dass die Ernte 2014 mit 64,8 Mio. t in etwa das Niveau des Jahres 2013 (64,5 Mio. t) erreicht oder dieses sogar leicht übertrifft. Die wichtigsten Maisexporteure bzw. Überschussproduzenten innerhalb der EU sind Frankreich, Rumänien und Ungarn.
 
Mehr Mais in Frankreich
Für Frankreich, den größten Maisproduzenten der EU, erwartet Strategie Grains für die Ernte 2014 eine Anbaufläche von 1,7 Mio. ha. Das entspricht der Anbaufläche der Dezemberschätzung und ist gegenüber der Anbaufläche von 2013 (1,8 Mio. ha) ein Rückgang von 0,1 Mio. ha. Die französische Maisproduktion 2014 erwartet Strategie Grains bei 15,5 Mio. t und damit ebenso groß wie zur Dezemberprognose, jedoch 0,5 Mio. t größer als 2013 (15,0 Mio. t). Das französische Landwirtschaftsministerium veranschlagte die Exporte von Mais in andere EU-Länder im laufenden Wirtschaftsjahr 2013/14 auf 4,8 Mio. t (nach 5,9 Mio. t im Jahr 2012/13).
 
Größere Ernte in Ungarn
Für Ungarn veranschlagt Strategie Grains eine Maisfläche von 1,2 Mio. ha. Im Vergleich zur Ernte 2013 ist die Maisfläche für die neue Ernte 2014 unverändert. Die Produktionsschätzung für die neue ungarische Maisernte 2014 haben die Experten von Strategie Grains im Januar bei 7,2 Mio. t belassen. Im Vergleich zur Erntemenge von 2013 (6,8 Mio. t) wäre die jetzt für 2014 erwartete Erntemenge 0,4 Mio. t oder etwa 6 % größer.
 
Rumänische Ernte deutlich kleiner
Eine deutlich kleinere Maisernte als im Jahr 2013 erwarten die Analysten für Rumänien. Zum einen schrumpft die Anbaufläche im Vergleich zu 2013 um 0,2 Mio. ha auf 2,4 Mio. ha. Zum anderen dürften auch die Erträge nicht ganz so hoch sein wie zur Rekordernte 2013. Vor diesem Hintergrund wird die rumänische Maisproduktion 2014 deutlich schrumpfen und nach der aktuellen Prognose 8,6 Mio. t erreichen. Das sind 1,8 Mio. t oder 17 % weniger als 2013.
 
Italien mit guter Ernte, weniger Importe
Eine größere Maisernte als im Jahr 2013 erwarten die Analysten für Italien. Grundlage ein Moderte Zunahme der Anbaufläche auf 0,92 Mio. ha. Die italienische Maisproduktion 2014 wird entsprechend zunehmen und nach der aktuellen Prognose 8,2 Mio. t erreichen. Das wären 0,6 Mio. t oder 8 % mehr als 2013. Italien gehört üblicherweise nach Spanien zu den größten Maisimporteuren der EU und hat im laufenden Wirtschaftsjahr 2013/14 bereits 0,8 Mio. t Mais aus Drittländern importiert.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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