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Analyse

Mais/EU: Maisimport der EU auf Rekordkurs, Preise stabil

von , am
28.02.2014

Die Maisimporte der Europäer sind weiterhin höher als die rekordhohen Einfuhren des Vorjahres.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Maisimporte der Europäer sind weiterhin höher als die rekordhohen Einfuhren des Vorjahres. Dabei blieb das Tempo der wöchentlichen Importe zuletzt relativ stabil. In den USA hat das Tempo der Maisexporte in der letzten Woche wieder zugenommen. Die Maispreise haben sich am europäischen Binnenmarkt zuletzt gut behauptet oder sind sogar leicht gestiegen. In den USA und an den Exportmärkten haben die Maipreise seit Mitte Januar um etwa 8 % zugelegt.
 
Europäische Mais-Importe schon über 8,5 Mio. t
Der Import von Mais in die Europäische Union summiert sich bis zum 25. Februar auf 8,55 Mio. t. Im Vergleich zum letzten Jahr (7,85 Mio. t) sind die Einfuhren trotz einer deutlich besseren Ernte von rund 65 Mio. t (Vj. 58 ,1 Mio. t) damit um 0,7 Mio. t größer. Das USDA hat die erwarteten europäischen Gesamtimporte im Februar-Report von 9,0 Mio. t auf 10,0 Mio. t nach oben gesetzt. Die EU-Kommission war Ende Januar lediglich von Maisimporten von 8,0 Mio. t ausgegangen. Dieser Wert wird nun bereits übertroffen. Im letzten Jahr hatten die EU-Länder bei einer sehr schwachen Ernte insgesamt 11,4 Mio. t Mais importiert.
 
Tempo der Einfuhren bleibt relativ stabil
In der Abrechnungswoche bis 25. Januar kauften die EU-Länder insgesamt 408.000 t Mais in Drittländern ein. In der Woche zuvor lag die Importmenge bei 352.000 t und vor zwei Wochen bei 424.000 t. Größte Einzelimporteure der aktuellen Abrechnungswoche waren die Spanien mit Importen von 153.000 t gefolgt, von den Niederlanden mit 103.000 t, Italien mit 89.000 t, , Deutschland mit 44.000 t, Irland mit 27.000 t, Litauen mit 6.000 t. Kleinere Mengen gingen außerdem nach Österreich, Polen und das Vereinigte Königreich.
 
Deutschland auf Platz 5 der Importeure
Bezogen auf das gesamte Wirtschaftsjahr hat Spanien bislang die größte Menge Mais aus Drittländern importiert. Mit 2,64 Mio. t flossen 30 % der europäischen Gesamtimporte auf den spanischen Markt. Auf Position zwei der europäischen Importeure stehen bislang die Niederlande mit 1,82 Mio. t, gefolgt von Italien mit 1,04. Mio. t, sowie Portugal mit 817.000 t. Auf Position 5 unter den Maisimporteuren der EU liegt Deutschland mit Einfuhren von 650.000 Mio. t. Rund 475.000 t Mais kaufte bislang das Vereinigte Königreich, Irland importierte 346.000 Mio. t und Polen 208.000 t.
 
Maispreise in Europa fast unverändert
In Europa waren die Maispreise zuletzt stabil oder haben sogar leicht zugelegt. Die Kontraktpreise für den Märztermin lagen am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (26.02) bei 172,5 Euro/t und damit eben so teuer wie vor vier Wochen (172 Euro). In Frankreich bewegten sich die Maispreise am Ende der Woche im Großhandel zwischen 162 Euro und 167 Euro/t und waren damit 5 Euro höher als vor vier Wochen. Fob-Rheinhafen wurde französischer Mais für 180 Euro/t (+4) verladen. Am Großmarkt in Mannheim lagen die Preise diese Woche (ab Station) bei 180 Euro/t bis 183 Euro/t (-1). Am Hamburger Großmarkt wurde Mais am Donnerstag für 189 Euro/t (-3) angeliefert.
 
US-Maisexporte ziehen wieder an
In den USA haben die Mais-Exporte diese Woche wieder zugelegt. Gleichzeitig lagen die Ausfuhren am oberen Ende der Analystenerwartungen. Vom USDA wurden in der aktuellen Abrechnungswoche Export-Verkäufe von 841.000 t Mais gemeldet. Erwartet wurden von den Analysten im Vorfeld Verkäufe von 400.000 t bis 850.000 t. Damit ist die Exportmenge höher als in der letzten Woche (691.000 t) jedoch niedriger als vor zwei Wochen (1,27 Mio. t). Hauptabnehmer waren diese Woche die Japan (179.0000 t), Kolumbien (140.000 t), Peru und Ägypten. Insgesamt wurden in diesem Wirtschaftsjahr schon 36,1 Mio. t Mais ins Ausland verkauft und damit 21,6 Mio. t bzw. mehr als doppelt so viel wie im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt (14,56 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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