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Analyse

Mais/EU: Maisimporte sehr hoch, Preise schwächer

von , am
31.01.2014

Die Maisimporte der Europäer übertreffen die rekordhohen Einfuhren des Vorjahres. Allerdings hat sich das Tempo der Importe zuletzt etwas abgeschwächt.

© marshi/aboutpixel.de
 
Die Maisimporte der Europäer übertreffen die rekordhohen Einfuhren des Vorjahres. Allerdings hat sich das Tempo der Importe zuletzt etwas abgeschwächt. Ein Grund dürfte die zuletzt doch etwas bessere Verfügbarkeit von osteuropäischem und französischem Mais am Binnenmarkt sein. Die Maispreise sind zuletzt jedenfalls in Europa zurückgegangen, während die Preise an den Exportmärkten und in den USA etwas zulegten. Die Amerikaner haben in der letzten Abrechnungswoche mit Verkäufen von 1,84 Mio. t Mais einen neuen Wochenrekord bei den Ausfuhren aufgestellt.
 
Europäische Mais-Importe schon über 7 Mio. t
Der Import von Mais in die Europäische Union hat am 28. Januar die Marke von 7,0 Mio. t überschritten. Im Vergleich zum letzten Jahr (6,6 Mio. t) sind die Einfuhren trotz einer erheblich besseren Ernte von rund 65 Mio. t (Vj. 58 ,1 Mio. t) damit deutlich größer. Das USDA hat die erwarteten europäischen Gesamtimporte im Dezember-Report von 8,0 Mio. t auf 9,0 Mio. t nach oben gesetzt und diesen Wert im Januar erst einmal nicht verändert. Die EU-Kommission war Ende Dezember lediglich von Maisimporten von 5,9 Mio. t ausgegangen. Dieser Wert wird nun bereits um fast 11 Mio. t übertroffen. Im letzten Jahr hatten die EU-Länder bei einer sehr schwachen Ernte insgesamt 11,4 Mio. t Mais importiert.
 
Tempo der Einfuhren geht etwas zurück
In der Abrechnungswoche bis 28. Januar kauften die EU-Länder insgesamt 358.000 t Mais in Drittländern ein. In der Woche zuvor lag die Importmenge bei 501.000. Ab Mitte November hatten die Einfuhren kräftig zugenommen, gehen nach dem Jahreswechsel aber wieder etwas zurück. Größte Einzelimporteure der aktuellen Abrechnungswoche waren die Spanien mit Importen von 93.000 t gefolgt, von Portugal mit 87.000 t, Deutschland mit 44.000 t, dem Vereinigten Königreich mit 28.000 t, Deutschland mit 26.000 t und Italien mit 35.000 t, den Niederlanden mit 27.000 t, dem Vereinigten Königreich mit 26.000 t, Irland mit 16.000 t und mit Polen mit 11.000 t. Kleinere Mengen gingen außerdem nach Litauen, Griechenland und Österreich.
 
Deutschland auf Platz 5 der Importeure
Bezogen auf das gesamte Wirtschaftsjahr hat Spanien bislang die größte Menge Mais aus Drittländern importiert. Mit 2,25 Mio. t flossen 32 % der europäischen Gesamtimporte auf den spanischen Markt. Auf Position zwei der europäischen Importeure stehen bislang die Niederlande mit 1,36 Mio. t, gefolgt von Italien mit 864.000 t, sowie Portugal mit 757.000 t. Auf Position 5 unter den Maisimporteuren der EU liegt Deutschland mit Einfuhren von 512.000 Mio. t. Rund 409.000 t Mais kaufte bislang das Vereinigte Königreich, Irland importierte 307.000 Mio. t und Polen 188.000 t.
 
Maispreise in Europa schwächer
In Europa haben sich die Maispreise zuletzt nachgegeben. Die Kontraktpreise für den Märztermin lagen am europäischen Terminmarkt am Donnerstag (30.01) bei 172 Euro/t und damit 2 Euro billiger als in der Vorwoche (174 Euro). In Frankreich bewegten sich die Maispreise am Ende der Woche im Großhandel zwischen 158 Euro und 163 Euro/t und waren damit bis zu 3 Euro niedriger als in der letzten Woche. Fob-Rheinhafen wurde französischer Mais für 176 Euro/t (-2) verladen. Am Großmarkt in Mannheim lagen die Preise diese Woche (ab Station) bei 182 Euro/t bis 184 Euro/t (-2). Am Hamburger Großmarkt wurde Mais am Donnerstag für 193 Euro/t (0) angeliefert.
 
US-Maisexporte mit Wochenrekord
In den USA haben die Mais-Exporte den höchsten Wert in diesem Wirtschaftsjahr erreicht und übertrafen zudem sehr deutlich die Erwartungen der Analysten. Vom USDA wurden in der letzten Abrechnungswoche Export-Verkäufe von 1,84 t Mais gemeldet. Erwartet wurden von den Analysten im Vorfeld Verkäufe von 450.000 t bis 1.000.000 t. Damit liegt die Exportmenge fast dreimal so hoch wie der letzten Woche (693.000 t). Hauptabnehmer waren diese Woche die Japan ( 797.0000 t), Spanien (270.000 t), Ägypten und Südkorea. Insgesamt wurden in diesem Wirtschaftsjahr schon 31,87 Mio. t Mais ins Ausland verkauft und damit 18,4 Mio. t bzw. mehr als doppelt so viel wie im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt (13,48 Mio. t)
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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