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Analyse

Maismarkt wartet auf neue USDA-Daten

von , am
09.03.2015

Die Maispreise haben im Verlauf der letzten Woche am europäischen Terminmarkt leicht zulegt.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Maispreise haben im Verlauf der letzten Woche am europäischen Terminmarkt leicht zulegt. Auch die neue Woche beginnen die Maispreise am Terminmarkt mit einem Plus. Am europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise behauptet oder sind sogar etwas zurückgegangen. In den USA haben sich die Maispreise im Verlauf der letzten Woche kaum verändert. Die aktuelle Woche steht beim Mais im Zeichen des neuen USDA-Reports am Dienstag Abend. Dabei konzentriert sich das Interesse von Analysten und Händlern vor allem auf die Größe der aktuellen Mais- und Sojaernte in Südamerika. Außerdem dürften die Veränderungen bei den Bestandsdaten als Folge der Exportentwicklung die Terminmärkte beeinflussen. Neben den USDA wird am Dienstag auch die staatliche brasilianische Getreideagentur CONAB Auskunft über den Stand der aktuellen brasilianischen Mais- und Sojaernte geben.
 
Exportpreise für Mais wenig verändert
In den USA sind die Maispreise für den Maitermin am Freitag um 1,1 % auf 386,0 Ct je Buschel (139,8 Euro/t) zurückgegangen. Das entspricht fast genau dem Preis vom Freitag der Vorwoche von 385,4 Ct je Buschel. Am heutigen Montag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel 1 % im Plus bei 389,6 Ct je Buschel (141,1 Euro). Die Preisforderungen für Exportmais an den südamerikanischen Exporthäfen(fob) sind weiterhin niedriger als an den Exporthäfen den USA. So lagen die Forderungen für US-Mais am US-Golf (fob) für die Verladung im März bei 178 USD/t und für den April bis Mai bei 177 USD/t. Südamerikanischer Mais kostet an den dortigen Exporthäfen für den März 168 USD/t und für den April 171 USD/t und damit ähnlich viel wie vor einer Woche. Die Exportpreise für Mais aus der Ukraine zur Verladung im März lagen fob- Schwarzmeerhafen zwischen 166 USD/t und 170 USD/t und damit unter den südamerikanischen Forderungen. Die ukrainischen Preisforderungen für die Verladung im April bewegten sich zwischen 167 USD/t und 170 USD/t.
 
Maispreise starten am Terminmarkt etwas höher
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Freitag (06.03) entgegen dem Trend in Chicago gestiegen. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 159,0 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,6 % höher als am Vortag (158,0 Euro). Der Augusttermin notierte bei 164,0 Euro und damit 1,0 Euro höher als am Vortag (163,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 168,75 Euro und damit 0,25 Euro weniger als am Vortag (169,0 Euro) sowie 9,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (192 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 33,0 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Maispreise im März und im April bis etwa 195 Euro gestiegen. Am Montag Mittag liegt der Mais (Junikontrakt) am europäischen Terminmarkt 1,75 Euro im Plus bei 160,75 Euro/t.
 
Maispreise sind am Kassamarkt knapp behauptet
Am deutschen und europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise in der letzten Woche behauptet oder haben leicht zugelegt. Beim größten europäischen Maisproduzenten und Exporteur Frankreich (fob Bordeaux) lagen die Preismeldungen am Montag (09.03) bei 146 Euro und damit 1 Euro höher wie eine Woche zuvor (147 Euro). Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) Mitte der letzten Woche zwischen 147 Euro und 152 Euro (Vw: 148 Euro bis 153 Euro) und damit etwas niedriger. Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete zur Wochenmitte ab Station ebenfalls etwas schwächere Maispreise von 153 bis 155 Euro (Vw: 154 bis 157 Euro/t). Franko-Niederrhein lagen die Preismeldungen unverändert bei 163 Euro (Vw: 163 Euro) und aus Südholland nannte man Preise von 169 bis 170 Euro (Vw: 169 Euro). Die Preismeldungen fob-Oberrhein lagen in der letzten Woche bei 148 bis 149 Euro (Vw: 150 bis 152 Euro) und ab südwestdeutscher Station wurden letzte Woche Preise von 153 bis 155 Euro notiert (Vw: 153 Euro bis 155 Euro).
 
Maisimporte schwächen sich weiter ab
Die EU-Länder haben bis zum 03. März rund  6,12 Mio. t Mais in Drittländern gekauft. Das ist eine 2,8 Mio. t kleinere Menge als im Rekordjahr 2013 zu diesem Termin (8,89 Mio. t). In der letzten Abrechnungswoche (03. März) wurden 62.000 t Mais in Drittländern gekauft (Vw: 191.000 t). Deutsche Importeure haben in diesem Wirtschaftsjahr insgesamt 767.000 t Mais in Drittländern geordert und liegen damit nach Spanien, jedoch noch vor Italien auf Rang zwei der europäischen Importeure. Bislang hat Spanien 2,26 Mio. t Mais importiert, Italien 589.043 t und Portugal 323.000 t. Über die niederländischen Importhäfen flossen außerdem 1,33 Mio. t Mais in die EU. Exportiert haben die EU-Länder 2,05 Mio. t und damit trotz der sehr großen Ernte weniger als im letzten Jahr mit 2,2 Mio. t. Deutschland verkaufte bislang 174.000 t Mais in Drittländer.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt

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