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Analyse

Maispreise behaupten sich weiterhin

von , am
09.02.2015

Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt in der letzten Woche leicht gestiegen. Am deutschen und europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise letzte Woche hingegen kaum verändert oder sind sogar leicht zurückgegangen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt in der letzten Woche leicht gestiegen. Am deutschen und europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise letzte Woche hingegen kaum verändert oder sind sogar leicht zurückgegangen. In den USA haben die weiterhin relativ guten Exportzahlen den dortigen Maismarkt und auch die internationalen Maispreise gestützt. Unterstützung kam zudem von den gestiegenen Ölpreisen. Diese Woche wird der neue USDA-Report jedoch neue Daten zur erwarteten südamerikanischen Ernte bringen. Die bislang erwarteten großen Erntemengen und guten Exportprognosen könnten die internationalen Maispreise unter Druck setzten. Ähnlich wie bei Soja wird in den nächsten Wochen ein Wechsel vieler großer Importeure von den USA zu (billigeren) südamerikanischen Mais erwartet. Derzeit (März) sind die Preisforderungen an den argentinischen Exporthäfen(fob) geringfügig niedriger als in den USA. Am Terminmarkt in Chicago beendete der Mais den Handel am letzten Freitag bei 385,6 USD je Buschel (134 Euro). Die neue Woche beginnt der US-Mais am Montag im vorbörslichen Handel mit einer Seitwärtsbewegung.
 
Maispreise am Terminmarkt leicht gestiegen
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise im Verlauf der letzten Woche leicht zugelegt. Am Freitag beendete der Märzkontrakt den Handel am Terminmarkt in Paris bei 155,75 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,2 % höher als am Vortag (155,50 Euro). Der Junitermin notierte bei 160,25 Euro und damit 0,50 Euro höher als am Vortag (160,25 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 165,50 Euro und damit 0,75 Euro höher als am Vortag (164,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 167,50 Euro und damit eben so viel wie am Vortag (167,50 Euro) sowie 11,75 Euro mehr als der März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (178,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 22,75 Euro niedriger. Am Montag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt (13:30 Uhr) für den Mais mit einem Plus von 0,75 Euro bei 156,50 Euro/t.
 
Maispreise am Kassamarkt wenig verändert
Am europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise nur wenig verändert. Beim größten europäischen Maisproduzenten und Exporteur Frankreich (fob Bordeaux) lagen die aktuellen Preismeldungen am Montag (09.02) bei 151 Euro und damit ähnlich hoch wie eine Woche zuvor. Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) Mitte der letzten Woche zwischen 148 Euro und 155 Euro (Vw: 152 Euro bis 155 Euro) und damit schwächer. Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete zur Wochenmitte ab Station Maispreise von 155 bis 157 Euro ( Vw: 157 bis 159 Euro/t). Franko-Niederrhein lagen die Preismeldungen vorige Woche bei 163 Euro (Vw: 165 Euro) und aus Südholland nannte man Preise von 170 Euro (Vw: 175 Euro). Die Preismeldungen fob-Oberrhein lagen in der letzten Woche bei 151 bis 152 Euro (Vw: 152 bis 155 Euro.
 
Deutsche Maisimporte weiterhin sehr hoch
Die EU-Länder haben bis zum 03. Februar 5,4 Mio. t Mais in Drittländern gekauft. Das ist eine 2,0 Mio. t kleinere Menge als im Rekordjahr 2013 zu diesem Termin (7,4 Mio. t). In der letzten Abrechnungswoche (03. Februar) wurden 140.000 t Mais in Drittländern gekauft. Deutsche Importeure haben bislang 581.000 t Mais in Drittländern geordert und liegen damit nach Spanien sowie vor Italien auf Rang zwei der europäischen Importeure. Bislang hat Spanien 1,95 Mio. t Mais importiert, Italien 520.000 t und Portugal 274.000 t. Über die niederländischen Importhäfen flossen außerdem 1,29 Mio. t Mais auf den EU-Markt. Exportiert haben die EU-Länder 1,74 Mio. t und damit trotz der großen Ernte weniger als im letzten Jahr mit 2,12 Mio. t. Deutschland verkaufte bislang 135.000 t Mais in Drittländer .
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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