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Analyse

Maispreise in Deutschland behauptet

von , am
22.06.2015

Die Maispreise haben sich in der letzten Woche an den wichtigsten Handelsplätzen behauptet oder zum Teil leicht nachgegeben.

© Schollen/landpixel.de
 
Die Maispreise haben sich in der letzten Woche an den wichtigsten Handelsplätzen behauptet oder haben leicht nachgegeben. Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise im Wochenverlauf sowohl für die alte Ernte als auch für den neuen Mais kaum verändert. Der Preisabstand zwischen alter und neuer Ernte bleibt am Terminmarkt unverändert klein. Am europäischen Kassamarkt haben die Maispreise in der letzten Woche in Frankreich nachgegeben.
 
Die europäische Maisernte 2015 fällt nach Einschätzung des Analystenhauses Strategie Grains deutlich kleiner aus als 2014. Mitte Juni erwarteten die Analysten, dass die europäische Maisernte 2015 mit 67,5 Mio. t die Rekordernte des Jahres 2014 um 8,2 Mio. t oder rund 11 % verfehlt.
 
Europäische Terminmarktpreise wenig verändert
Am heutigen Montag (22.06) beginnen die Maispreise den Handel am europäischen Terminmarkt 0,25 Euro im Plus bei 162,0 Euro. Die neue Ernte ebenfalls 0,25 Euro auf 163,0 Euro zu. Am vorigen Freitag (19.06) haben sich die Maispreise am europäischen Terminmarkt knapp behauptet. Der Augustkontrakt beendete den Handel mit 161,75 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,15 % niedriger als am Vortag (162,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (162,25 Euro) sind die Maispreise an der MATIF damit um 0,5 Euro bzw. 0,3 % niedriger.
 
Die neue Ernte (November) kostete am Freitag 162,75 Euro und damit 0,25 Euro weniger als am Vortag (163,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (163,50 Euro) sind die Maispreise an der MATIF damit um 0,75 Euro bzw. 0,5 % niedriger. Im Vergleich zum Vorjahr (178,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 16,75 Euro niedriger.
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Maispreise in Frankreich etwas schwächer
Am europäischen Kassamarkt sind sich die Maispreise in der letzten Woche in Frankreich etwas zurückgegangenen und haben sich in Deutschland behauptet. behauptet. Beim größten europäischen Maisproduzenten und innereuropäischen Exporteur Frankreich (fob Bordeaux) lagen die Maispreise am heutigen Montag (22. Juni) bei 151 Euro (Vw. 154 Euro) du damit 3 Euro niedriger als vor einer Woche.
 
Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) in der vorigen Woche mit 148 bis 150 Euro (Vw: 148 bis 150 Euro) und damit unverändert. Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete Mitte letzter Woche ab Station ebenfalls stabile Maispreise von 153 bis 156 Euro (Vw: 153 bis 156 Euro/t). Franko Niederrhein notierte man den Mais am Ende der vorigen Woche mit 165 Euro (Vw. 170 Euro) und damit 5 Euro niedriger.
 
US-Exportpreise für die neue Ernte schwächer
Die Preisforderungen für Exportmais sind an den Exporthäfen der USA füür die hinteren Termine (neue Ernte) zurückgegangen. Am vorigen Freitag (19.06) lagen die Exportpreise für US-Mais am US-Golf (fob) für die aktuelle Verladung im Juni relativ unverändert bei 167 USD/t (Vw: 166 USD/t). Für den Zeitraum Juli bis September lagen die Preise durchweg bei 167 USD/t (Vw: 166 USD bis 171 USD/t) und damit etwas niedriger als vor einer Woche.
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Die Preisforderungen für die neue US-Ernte (November) lagen am vorigen Freitag bei 178 USD/t (Vw:182 USD) und damit 4 USD niedriger als in der Woche zuvor, jedoch noch immer 11 USD/t höher als für den aktuell gehandelten Mais.
 
Dr. Olaf Zinke
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