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Analyse

Maispreise in Europa klettern über 140 Euro

von , am
06.10.2014

Die Maispreise haben sich in Europa zuletzt deutlich von ihren vorigen Tiefs erholt.

© Kurt/pixelio
Die Maispreise haben sich in Europa zuletzt deutlich von ihren vorigen Tiefs erholt. Am europäischen Terminmarkt lagen die Maispreise am Freitag wieder bei knapp 142 Euro. Dabei hatten eine ganze Reihe von Marktdaten in der letzten Woche durchaus das Potential die Preise weiter zu drücken. So gehen drei große private Analystenhäuser in USA bei Mais (Und bei Soja) für den am kommenden Freitag anstehenden neuen USDA-Report von einer weiteren Aufwärtskorrektur der Erträge und damit auch der Produktion in den USA aus. Gleichzeitig hat die EU-Kommission letzte Woche die Rekorderwartung an die europäische Maisernte mit knapp 72 Mio. t bestätigt. Damit reduziert sich auch der erwartetet europäische Importbedarf im Vergleich zum letzten Jahr deutlich um 40 Prozent bzw. 6 Mio. t.
 
Regen verzögert US-Ernte, Frost und Schnee erwartet
Gleichzeitig kommen jedoch Meldungen aus dem Mittelwesten der USA, dass erneute Regenfälle die Erntearbeiten verzögern und sich im Norden zudem Frost ankündigt. Nahe der kanadischen Grenze (und in Kanada) werden sogar erste Schneefälle erwartet. Diese Entwicklung könnte die Produktion bei Mais und Soja reduzieren und vor allem die anhaltende Verzögerung der Ernte stützt die Preise. In Brasilien rechnet man zum Beginn der Aussaat (Oktober) mit einer Reduzierung der Maisfläche um fast 0,8 Mio. und damit mit einer einer rund 6 % kleineren Maisernte in nächsten Jahr. Zum Beginn der neuen Woche liegen die Maispreise im elektronischen vorbörslichen Handel in den USA erneut im Plus und auch in Europa beginnt der Handel mit grünen Vorzeichen.
 
Maispreise in Europa überwinden 140 Euro-Marke
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise im Verlauf der letzten Woche für die vorderen Termine erholt. Am Freitag (03.10) kostete der Mais für den Novemberkontrakt (neue Ernte) am Terminmarkt in Paris noch 141,50 Euro/t und damit 4,25 Euro mehr als am Freitag der Vorwoche (Vw: 137,25). Der Januartermin notierte bei 142,25 Euro (Vw: 141,25 Euro)und der Märzkontrakt beendet den Handel bei 140,75 Euro (Vw: 143,50 Euro/t) und damit billiger als in der Vorwoche . Am Montag Vormittag (06.10) startet der Handel am europäischen Terminmarkt erneut mit einem Plus bei etwa 143 Euro/t (November). Im Vergleich zum letzten Jahr Anfang Oktober 2013 (177,5 Euro) waren die Maispreise am europäischen Terminmarkt zuletzt 36 Euro oder 20 % niedriger. Am europäischen Kassamarkt in Frankreich bewegten sich die Maispreise im Großhandel (fob Bordeaux) am letzten Freitag bei 140 Euro und damit 7 Euro über dem Niveau der Vorwoche (133 Euro).
 
US-Exportpreise sind gestiegen
In den USA haben sich die Maispreise in der zweiten Hälfte der Vorwoche etwas von den Tiefständen zum Wochenbeginn erholt und blieben damit in US-Dollar im Vorwochenvergleich relativ stabil. Der US-Mais für den Dezembertermin ging am Freitag (03.10) in Chicago mit umgerechnet 101,5 Euro/t (323 Ct/bu) aus dem Handel und damit zwar 1,5 Euro teurer als am Freitag der Vorwoche, in US-Dollar blieben die Kurse jedoch unverändert (323 Ct/bu). Der Märzkontrakt wurde mit 105,5 Euro (336,2 Ct/bu) 1,5 Euro teurer gehandelt und der Maitermin mit etwa 108,3 Euro (345 Ct/bu). Im Vergleich zu den Preisen von Anfang Oktober 2013 (154 Euro) sind die Maispreise in den USA derzeit 34 Prozent oder umgerechnet 52,5 Euro/t niedriger. Zum Wochenbeginn (06.10) lagen die Maispreise in den USA im elektronischen vorbörslichen Handel erneut im Plus. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete der Mais am Freitag (03.10) für die Verladung im Oktober 184 USD/t (147 Euro/t) und für den Dezember 182 USD/t (145 Euro) und damit rund 6 USD/t mehr als vor einer Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompas
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