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Analyse

Maispreise in Europa und den USA gestiegen

von , am
17.11.2014

In Europa sind die Maispreise in der letzten Woche gestiegen. Auch in den USA zogen die Kurse im Wochenverlauf an.

© Kurt/pixelio
In Europa sind die Maispreise in der letzten Woche gestiegen. Auch in den USA zogen die Kurse im Wochenverlauf an. Dabei lagen die Ursachen für den jüngsten Preisanstieg hauptsächlich in den USA und dem dortigen sehr frühen Wintereinbruch im Mittelwesten. Bis zum 09. November war etwa 80 Prozent der US-Maisflächen abgeerntet und die Befürchtungen, dass der frühe Winter nennenswerte Ernteverluste mit sich bringt, nahmen bei vielen Analysten und Händlern zu. Hinzu kommt das erneute Aufflammen des militärischen Konfliktes in der Ostukraine. Hier rechnen einige Analysten ebenfalls mit Auswirkungen auf die Ernte und die ukrainischen Maisexporte. Gestützt wurden die Preise zudem durch die witterungsbedingt (Regen) sehr langsame Ernte in Ost- und Südeuropa sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Qualität der osteuropäischen Maisernte.
 
Maispreise in Europa über 150 Euro
Am europäischen Terminmarkt hatten die Maispreise in der letzten Woche kräftig zugelegt. Dabei sind die Notierungen (Januarkontrakt) um rund 6 Euro oder etwa 4 Prozent gestiegen. Am Freitag (14.11) kostete der Mais für den Januarkontrakt am Terminmarkt in Paris 153 Euro/t und damit rund 6 Euro mehr als am Freitag der Vorwoche (Vw: 147 Euro). Der Märztermin notierte bei 156,60 Euro (Vw: 150,25 Euro) und damit 6,5 Euro teurer wie vor einer Woche und der Junikontrakt beendet den Handel bei 160 Euro und damit 6,50 Euro höher als vor einer Woche (153,50 Euro).
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Maispreise in Frankreich höher
Am Montag Vormittag (17.11) startet der Handel am europäischen Terminmarkt für den Januar mit einem Minus von 1,50 Euro bei 151,50 Euro/t. Am europäischen Kassamarkt in Frankreich bewegten sich die Maispreise im Großhandel (fob Bordeaux) am letzten Freitag bei 150 Euro und damit 6 Euro teurer als in der Vorwoche (144 Euro). Am Großmarkt in München lagen die Maispreise (ab Station) in der letzten Woche zwischen 146 Euro und 150 Euro (Vw: 144 bis 150 Euro) und damit geringfügig höher als in der Woche zuvor. Vom Großmarkt in Frankfurt/M wurden Maispreise zwischen 154 Euro und 157 Euro (Vw. 154 bis 157 Euro) gemeldet und franko-Niederrhein lagen die Preismeldungen bei 160 Euro (Vw: 160 Euro).
 
US-Maispreise etwa 3 Prozent gestiegen
In den USA haben die Maispreise in der letzten Woche zugelegt. Der US-Mais für den Dezembertermin ging am Freitag (14.11) in Chicago mit umgerechnet 120 Euro/t (381,6 Ct/bu) aus dem Handel und damit umgerechnet rund 4,0 Euro teurer als am Freitag der Vorwoche (376,6 Ct/bu) . In US-Dollar legten die Kurse um rund 3 % zu. Der Märzkontrakt wurde mit 124 Euro (394,2 Ct/bu) gehandelt und der Maitermin mit etwa 127 Euro (402,6 Ct/bu). Zum Wochenbeginn (17.11) liegen die Maispreise in den USA im elektronischen vorbörslichen Handel leicht im Minus. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete der Mais am Freitag (14.11) für die Verladung im November 204 USD/t (163 Euro/t) und für den Dezember ebenfalls 200 USD/t (160 Euro) und damit rund 3 bis 5 USD/t mehr als vor einer Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompas
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