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Analyse

Maispreise geben wieder nach

von , am
17.09.2015

Die europäischen Maispreise folgen diese Woche den wieder nachgebenden Weltmarktpreisen für Mais nach unten.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die europäischen Maispreise folgen diese Woche den wieder nachgebenden Weltmarktpreisen für Mais nach unten. Dabei hatte sich die Preise mit den Daten aus dem neuen USDA-Report zunächst etwas erholt- Dort erfolgte zum einen eine moderarte Korrektur der erwarteten US-Ernte nach unten und zum anderen eine Reduzierung der europäischen Ernte auf nur noch 58 Mio. t. Gleichzeitig  bleibt der Druck von den sehr großen südamerikanischen Ernten auf die Weltmarkpreise sehr hoch. Zuletzt lagen die Exportpreise der Südamerikaner knapp 20 USD unter den US-Preisen und sorgten am US-Terminmarkt und an den Börsen in Europa für Preisdruck.
 
Maispreise fallen wieder unter 165 Euro
Die Maispreise sind am Mittwoch am europäischen Terminmarkt weiter zurückgegangen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 164,75 Euro/t und damit 2,50 Euro bzw. 1,5 % niedriger als am Vortag (167,25 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 170,75 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag (171,75 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (165,0 Euro) wurde vom November-Mais um 0,25 Euro verfehlt. Die Maispreise vom Vorjahr (150,25 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 14,50 Euro bzw. 9,7+ % übertroffen.
 
Am Donnerstag Nachmittag wurde der Mais am europäischen Terminmarkt erneut zu nachgebenden Preisen gehandelt. Der November-Mais fällt um 1,75 Euro zu und notiert bei 163,0 Euro. Der Januarkontrakt notiert 0,75 Euro niedriger bei 170,0 Euro/t. .
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Maispreise in Frankreich unter 160 Euro
Am europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise zuletzt knapp behauptet. Beim größten europäischen Maisproduzenten und wichtigsten innereuropäischen Exporteur Frankreich (fob Bordeaux) lagen die Maispreise am Donnerstag (17. September) nur noch bei 159 Euro und damit 1 Euro niedriger als vor zwei Wochen (160 Euro) und 12 Euro niedriger als Ende August (171 Euro).
 
Am südwestdeutschen Großmarkt in Mannheim hatte man inländischen Mais zum Beginn dieser Woche mit 169 bis 171 Euro notiert und damit ebenfalls etwas niedriger als vor zwei Wochen (170 bis 172 Euro). Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) am Mittwoch dieser Woche mit 170 bis 174 Euro und damit fast auf dem gleichen Niveau wie vor zwei Wochen (170 bis 175 Euro).
 
Südamerikanischer Mais drückt die Exportpreise
Die Preisforderungen für Exportmais an den Exporthäfen der USA liegen weiterhin deutlich höher als für  den Mais aus Südamerika. Am Donnerstag (17.09) lagen die Exportpreise für US-Mais am US-Golf (fob) für die aktuelle Verladung im September bei 177,5 USD/t (157,2 Euro USD). Für den Oktober lagen die Preise ebenfalls bei 177,5 USD/t. Die Preisforderungen für die neue US-Ernte (Dezember) lagen bei 179,5 USD/t (159 Euro) und damit nur 2 USD höher wie für den aktuell gehandelten Mais.
 
Die Preise für südamerikanischen Mais (September) lagen am Donnerstag dieser Woche fob-Exporthafen hingegen nur bei 159,6 USD/t (141,4 Euro) und waren damit 17 USD niedriger als für die US-Ware. Zur Verladung im November kostete der Mais an den südamerikanischen Exporthäfen 168,8 USD/t (149,5 Euro) und war damit immer noch etwa 10 USD billiger als der US-Mais.
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Europäische Importe noch unter Vorjahr
Der Import von Mais in die Europäische Union war in den ersten zehn Wochen (bis 01.09) des laufenden Wirtschaftsjahres 2015/16 kleiner als im vorigen Jahr. Mit Mais-Importen von 1,39 Mio. t wird die Einfuhrmenge aus dem vorigen Wirtschaftsjahr (2,0 Mio. t) derzeit um 31 % verfehlt. Allerdings nehmen die Einfuhren üblicherweise erst mit der neuen Ernte auf der Nordhalbkugel (Ukraine, Europa, USA) kräftig zu.
 
Dr. Olaf Zinke
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