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Analyse

Maispreise geben nach, Prämie für neue Ernte schrumpft

von , am
15.06.2015

Am europäischen Terminmarkt gingen die Maispreise im Wochenverlauf ebenfalls sowohl für die alte Ernte als auch für den Mais der neuen Ernte zurück.

© marshi/aboutpixel.de
 
An den internationalen Handelsplätzen haben die Maispreise in der letzten Woche nachgegeben. Am europäischen Terminmarkt gingen die Maispreise im Wochenverlauf ebenfalls sowohl für die alte Ernte als auch für den Mais der neuen Ernte zurück. Zudem hat sich der Preisabstand zwischen alter und neuer Ernte weiter verringert. Am Terminmarkt kosten die neue Ernte am heutigen Montag Mittag sogar erstmals weniger als der alterntige Augusttermin. Am europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise in der letzten Woche noch knapp behauptet.
 
Neue Maisernte billiger als der Augusttermin
Am heutigen Montag (15.06) beginnen die Maispreise den Handel am europäischen Terminmarkt 1,25 Euro bzw. 0,8 % im Minus 162,0 Euro. Die neue Ernte (November) kostet  ebenfalls 1,50 Euro weniger und damit nur noch 162,0 Euro und zudem erstmals weniger als der (alterntige) Augustkontrakt. Am vorigen Freitag (12.06) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt den vierten Tag in Folge zurückgegangen.
 
Der Augustkontrakt beendete den Handel mit 163,25 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (163,75 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (165,0 Euro) sind die Maispreise an der MATIF damit um 1,75 Euro bzw. 1,1 % niedriger. Die neue Ernte (November) kostete am Freitag 163,50 Euro und damit 1,0 Euro weniger als am Vortag (164,50 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (166,25 Euro) sind die Maispreise an der MATIF damit um 2,75 Euro bzw. 1,7 % niedriger. Im Vergleich zum Vorjahr (178,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 15,25 Euro niedriger.
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Maispreise am Kassamarkt knapp behauptet
Am europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise in der letzten Woche knapp behauptet. Beim größten europäischen Maisproduzenten und innereuropäischen Exporteur Frankreich (fob Bordeaux) lagen die Preismeldungen am heutigen Montag (15. Juni) bei 154 Euro (Vw. 155 Euro). Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) in der vorigen Woche mit 148 bis 150 Euro (Vw: 148 bis 150 Euro). Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete Mitte letzter Woche ab Station stabile Maispreise von 153 bis 156 Euro (Vw: 153 bis 156 Euro/t). Franko Niederrhein meldete am Ende der vorigen Woche Maispreise von 170 Euro (Vw. 171 Euro).
 
Exportpreise in den USA geben nach, neue Ernte teurer
Die Preisforderungen für Exportmais sind an den Exporthäfen der USA zurückgegangen. Am vorigen Freitag (15.06) lagen die Exportpreise für US-Mais am US-Golf (fob) für die aktuelle Verladung im Juni bei knapp 165 USD/t (Vw: 169 USD/t) und für den Zeitraum Juli bis September bei 166 bis 171 USD/t (Vw: 169 USD bis 176 USD/t) und damit 3 bis 5 USD/t niedriger als vor einer Woche. Die Preise für die neue Ernte (November) lagen bei 182 USD und damit rund 17 USD/t höher als für den aktuell gehandelten Mais.
 
Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,6 % im Minus bei 350,6 Ct je Buschel (122,4 Euro). Am vorigen Freitag (12.06) hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 1,0 % auf 353 USD je Buschel (123,3 Euro/t) nachgegeben. Die neue Ernte (Dezember) notierte 1,3 % im Minus bei 369,4 Cent je Buschel (129 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Maispreise in Chicago um 2,1 % zurückgegangen.
 
Dr. Olaf Zinke
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