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Analyse

Maispreise halten sich oben

von , am
24.03.2014

Die Maispreise haben sich in den USA und in Europa gegen den rückläufigen Trend bei Weizen, Soja und Raps behauptet.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Maispreise haben sich in den USA und in Europa gegen den rückläufigen Trend bei Weizen, Soja und Raps behauptet. Ein Grund für die stabile Tendenz waren die anhaltend starken Maisexporte der USA und die befürchteten mittelfristigen Auswirken der ukrainischen Krise auf das globale Maisangebot. Letzte Woche meldete das USDA außerdem den Verkauf von 340.000 t Mais nach Ägypten. Gleichzeitig lagen die wöchentlich gemeldeten US-Exportmengen am oberen Ende der Erwartungen. Die Maisimporte der Europäer laufen zudem unverändert stetig und haben fast die Marke von 10 Mio. t erreicht.
 
US-Maisexporte ziehen wieder an
Die laufenden Exportverkäufe von Mais aus den USA haben letzte Woche wieder zugenommen. Nach den Daten des USDA wurden in der letzten Woche 745.800 Mio. t US-Mais ins Ausland verkauft. Diese Menge lag am oberen Ende der Analystenerwartungen von 300.000 t bis 850.000 Mio. t und liegt zudem über den Exportverkäufen der letzten Woche von 683.000 Mio. t, ist aber niedriger als vor drei Wochen mit 1,518 Mio. t. Hauptabnehmer von US-Mais waren diesmal Kolumbien (181.600 t), Japan (112.900 t), Südkorea (111.700 t), China (69.500 t), Ägypten (68.000 t) und Mexiko (44.500 t). Insgesamt summieren sich die US-Maisexporte in diesem Wirtschaftsjahr auf 38,96 Mio. t gegenüber 14,87 Mio. t im letzten Jahr zu diesem Termin. Das ist eine Zunahme der US-Ausfuhrmenge um das 2,6fache.
 
Europäische Mais-Importe wachsen weiter
Der Umfang der europäischen Mais-Importe ging leicht zurück. In der letzten Abrechnungswoche kauften die EU-Länder insgesamt 349.000 t Mais in Drittländern ein. In der Woche zuvor lag die Importmenge bei 372.000 t .Bislang wurden schon 9,61 Mio. t Mais in die EU importiert. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2012/13 (8,56 Mio. t) sind die Einfuhren damit gut 1,0 Mio. t größer. Bezogen auf das gesamte Wirtschaftsjahr hat Spanien mit 2,9 Mio. t die größte Menge Mais aus Drittländern importiert. Auf Position zwei der europäischen Importeure liegen bislang die Niederlande mit 2,06 Mio. t, gefolgt von Italien mit 1,23 Mio. t und Portugal mit 935.000 t. Auf Position 5 unter den Maisimporteuren der EU liegt Deutschland mit Einfuhren von bislang 745.000 t.
 
US-Maispreise zuletzt seitwärts
Am US-Terminmarkt in Chicago haben sich die Maispreise Ende der letzten Woche behauptet. Der Maitermin ging am Freitag (21.03) in Chicago kaum verändert mit umgerechnet 137 Euro/t (479 Ct/bu) aus dem Handel und die neue Ernte (Dezember) kostete ebenfalls etwa 137 Euro (480 Ct/bu). Von Mitte Januar bis Anfang März sind die US-Mais-Preise um etwa 15 % gestiegen. Seit dem sind die Maispreise in den USA und am Weltmarkt eigentlich relativ stabil geblieben. Die Exportpreise für US-Mais wurden für den Freitag an den US-Verladehäfen am Golf mit 224 USD/t (163 Euro) angegeben. Am Montag Vormittag lagen die US-Maispreise im elektronischen vorbörslichen Handel in Chicago allerdings deutlich (+1.2 %) im Plus.
 
Europäischer Mais fast nicht verändert
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise am letzten Freitag (21.03) ebenfalls fast nicht verändert. Die Kontraktpreise für den Junitermin beendeten den Handel an der MATIF in Paris mit 185,50 Euro/t und 0,25 Euro billiger wie am Vortag und rund 1 Euro preiswerter wie vor einer Woche. Für den Novemberkontrakt (neue Ernte) gaben die Preise um 0,5 Euro 189,75 Euro nach. Im Großhandel bewegten sich die Maispreise in Frankreich am Freitag zwischen 170 Euro und 174 Euro (0) und ähnlich teuer wie letzte Woche. Am Großmarkt in Hamburg wurde Mais am Freitag (21.03) für 191 Euro (-2) notiert. Am Großmarkt in München kostete Mais in der letzten Woche (ab Station)185 bis 187 Euro/t.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Marktkompass
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