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Analyse

Maispreise zum Jahresbeginn unter Druck

von , am
02.01.2015

Das neue Jahr (02.01) beginnt für den Mais in Europa allerdings für den vorderen Termin bis Mittag (12:00) mit einer überraschend kräftigen Korrektur von zeitweise mehr als 5 Prozent nach unten.

© Mühlhausen/landpixel
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt zum Jahreswechsel überraschend kräftig gestiegen. Grund für den Anstieg dürfe die bis dahin (trotz der erneut bestätigen Rekordernte) keineswegs reichliche Versorgung am europäischen Binnenmarkt sein. Dieses im Vergleich zur eigentlich verfügbaren Erntemenge relativ begrenzte Angebot hat die Preise für die vorderen Termine noch einmal kräftig nach oben gezogen. Dagegen hat der Mais in den USA trotz rekordhoher Exportverkäufe in den letzten Handelstagen vor dem Jahreswechsel über 4 % an Wert verloren. Das neue Jahr (02.01) beginnt für den Mais in Europa allerdings für den vorderen Termin bis Mittag (12:00) mit einer überraschend kräftigen Korrektur von zeitweise mehr als 5 Prozent nach unten und auch die hinteren Termin liegen am ersten Handelstag im neuen Jahr über 1 % im Minus.
 
Maispreise zum Jahresbeginn unter Druck
Am europäischen Terminmarkt sind die Maispreise kurz vor dem Jahreswechsel noch einmal sehr kräftig gestiegen. Dabei gingen die Kurse für den vorderen Termin (Januarkontrakt) am letzten Handelstag im alten Jahr (31.12) um 3 Prozent nach oben. Am Mittwoch (31.12) kostete der Mais für den Januarkontrakt am Terminmarkt in Paris 162,50 Euro/t und damit 4,75 Euro mehr als am Vortag (157,75 Euro). Der Märztermin notierte bei 165,75 Euro und der Junikontrakt beendet den Handel bei 170,75 Euro. Im neuen Jahr brechen die Maispreise am Terminmarkt für den vorderen Januarkontrakt um mehr als 5 Prozent (!!) ein. Am Freitag Mittag (02.01) notierte der Mais am europäischen Terminmarkt zeitweise nur noch bei 154,0 Euro und damit 8,5 Euro billiger als am Mittwoch. Der Märzkontrakt gibt zu deisem Termin um um 1,75 Euro auf 164,0 Euro nach und der Juni rutscht um 2,25 Euro auf 168,50 Euro anch unten.
 
Maispreise in Frankreich fest, in Deutschland stabil
Am Kassamarkt lagen die Maispreise bei größten europäischen Maisproduzenten und Exporteure Frankreich (fob Bordeaux) zum Jahresende bei 157 Euro und damit 3 Euro höher als in der Woche zuvor (154 Euro). Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) vor dem Jahreswechsel zwischen 148 Euro und 155 Euro (Vw: 148 bis 152 Euro) und damit eben so hoch wie in der Woche zuvor. Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete ab Station unveränderte Maispreise von 149 bis 152 Euro/t (Vw: 149 Euro/t bis 152 Euro/t). Franko-Niederrhein/Südholland lagen die Preismeldungen zuletzt unverändert bei etwa 173 Euro. Die letzten Preismeldungen fob-Oberrhein lagen bei 150 bis 152 Euro und am Großmarkt in Mannheim wurden Preise von 149 Euro bis 151 Euro genannt. Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter markt
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