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Analyse

Maispreise können 150-Euro-Marke nicht halten

von , am
02.03.2015

Die Maispreise haben im Verlauf der letzten Woche nachgegeben und rutschten dabei am europäischen Terminmarkt unter die Marke von 150 Euro.

© Kurt/pixelio
 
Die Maispreise haben im Verlauf der letzten Woche nachgegeben und rutschten dabei am europäischen Terminmarkt unter die Marke von 150 Euro. Daran konnten auch der positive Wochenausklang in Europa und den USA am letzten Freitag nichts ändern. Zum Beginn der ersten Märzwoche liegen die Maispreise am Montag Mittag sowohl in den USA als auch in Europa wieder leicht im Minus. Am Ende der letzten Woche hatten sich die Maispreise in den USA wegen der guten Exportdaten der Amerikaner zunächst etwas erholt. Gleichzeitig fließt jedoch weiterhin reichlich Mais aus den Lägern der Farmer auf den Markt und erlaubt keine größere Aufwärtsbewegung der Preise.
 
Ukraine verfügt noch über reichlich Exportmais
Bärisch (preisdrückend) wirken weiterhin die sehr guten Ernte- und Exportprognosen für Argentinien und Brasilien auf die Maispreise an den Exportmärkten. Zudem verfügt auch die Ukraine noch über reichlich preiswerten Mais aus der letzten Ernte für den Export. Bis zum 24. Februar 2015 hatte die Ukraine etwa 10,8 Mio. t Körnermais exportiert. Das USDA rechnet für das gesamte Wirtschaftsjahr mit Ausfuhren von 18,0 Mio. t. Mais. Danach verfügt die Ukraine für den Rest des Wirtschafjahres noch über mindestens 7,2 Mio. t Mais für den Export.
 
Exportpreise für Mais geben weiter nach
Am US-Terminmarkt war der Mais für den Märztermin am Freitag um 1,2 % auf 385,4 Ct je Buschel (135 Euro/t) gestiegen. Das entspricht in etwa dem Preis vom Freitag der Vorwoche von 385,2 Ct je Buschel. Die Preisforderungen für Exportmais an den südamerikanischen Exporthäfen(fob) sind weiterhin niedriger wie an den Exporthäfen den USA. So lagen die Forderungen für US-Mais am US_Golf (fob) für die Verladung im März bei 179 USD/t und für den April bis Mai bei 179,6 USD/t. Südamerikanischer Mais kostet an den dortigen Exporthäfen für den März 168 USD/t und für den April 171 USD/t und damit etwa 5 USD/ niedriger als vor einer Woche. Die Exportpreise für Mais aus der Ukraine zur Verladung im März lagen fob- Schwarzmeerhafen aktuell zwischen 166 USD/t und 169 USD/t und damit noch unter den südamerikanischen Forderungen. Die ukrainischen Preisforderungen für dei Verldung im April bewegten sich zuletzt zwischen 169 USD/t und 172 USD/t du damit ebenfalls niedriger als vor eiern Woche.
 
Maispreise fallen in Europa unter 150 Euro
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Freitag (27.02) mit Unterstützung aus Chicago und vorm Energiemarkt etwas gestiegen. Der Märzkontrakt beendete den Handel mit 149,50 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,7 % höher als am Vortag (148,50 Euro) jedoch weiter knapp unter der Marke von 150 Euro. Der Junitermin notierte bei 157,75 Euro und damit 1,50 Euro höher als am Vortag (156,25 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 163,0 Euro und damit 2,0 Euro höher als am Vortag (161,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 168,75 Euro und damit 1,75 Euro mehr als am Vortag (167,0 Euro) sowie 19,25 Euro mehr als der aktuelle März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (188,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 38,50 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Maispreise im März und im April bis etwa 195 Euro gestiegen. Am Montag Mittag liegt der Mais (März) am europäischen Terminmarkt 0,75 Euro im Minus bei 148,75 Euro/t.
 
Maispreise geben am Kassamarkt weiter nach
Am deutschen und europäischen Kassamarkt haben die Maispreise in der letzten Woche überwiegend nachgegeben. Beim größten europäischen Maisproduzenten und Exporteur Frankreich (fob Bordeaux) lagen die Preismeldungen am Montag (02.03) nur noch bei 145 Euro und damit 4 Euro niedriger wie eine Woche zuvor (149 Euro). Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) Mitte der letzten Woche zwischen 148 Euro und 153 Euro (Vw: 149 Euro bis 154 Euro) und damit etwas schwächer. Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete zur Wochenmitte ab Station behauptete Maispreise von 154 bis 157 Euro ( Vw: 155 bis 157 Euro/t). Franko-Niederrhein lagen die Preismeldungen bei 163 Euro (Vw: 165 Euro) und aus Südholland nannte man Preise von 169 Euro (Vw: 170 Euro). Die Preismeldungen fob-Oberrhein lagen in der letzten Woche bei 150 bis 152 Euro (Vw: 151 bis 152 Euro) und an südwestdeutscher Station wurden letzte Woche Preise von 153 bis 155 Euro notiert (Vw: 155 Euro bis 155 Euro).
 
Deutsche Maisimporte bleiben hoch
Die EU-Länder haben bis zum 25. Februar 6,1 Mio. t Mais in Drittländern gekauft. Das ist eine 2,4 Mio. t kleinere Menge als im Rekordjahr 2013 zu diesem Termin (8,54 Mio. t). In der letzten Abrechnungswoche (25. Februar) wurden 191.000 t Mais  in Drittländern gekauft (Vw: 239.000 t). Deutsche Importeure haben in diesem Wirtschaftsjahr insgesamt 748.000 t Mais in Drittländern geordert und liegen damit nach Spanien, jedoch noch vor Italien auf Rang zwei der europäischen Importeure. Bislang hat Spanien 2,26 Mio. t Mais importiert, Italien 559.341 t und Portugal 323.000 t. Über die niederländischen Importhäfen flossen außerdem 1,33 Mio. t Mais in die EU. Exportiert haben die EU-Länder 1,91 Mio. t und damit trotz der sehr großen Ernte weniger als im letzten Jahr mit 2,2 Mio. t. Deutschland verkaufte bislang 173.000 t Mais in Drittländer.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt / agrarmanager
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