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Analyse

Maispreise nach Korrektur behauptet

von , am
12.01.2015

Die Maispreise haben im Verlauf der letzten Woche kräftig nachgegeben, konnten sich dann aber zum Ende der Woche behaupten.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Maispreise haben im Verlauf der letzten Woche kräftig nachgegeben, konnten sich dann aber zum Ende der Woche behaupten. Unterstützung kam dabei aus den USA, wo Analysten von einer leichten Korrektur der US-Ernte und vor allem der US-Endbestände durch das USDA nach unten ausgehen. Diese Erwartung stützte die Preise in den USA und am Ende auch in Europa. In Chicago überwanden die Maispreise am letzten Freitag erneut die technisch und psychologisch wichtige Marke von 400 Ct/Buschel nach oben. Neue Impulse für die Maispreise dürfte der USDA-Report am heutigen Montag Abend bringen. Am Montag (12.01) Mittag lagen die Maispreise am europäischen Terminmarkt bei 162,50 Euro und haben sich damit zum Freitag knapp behauptet.
 
Europäische Maisimporte weiter relativ hoch
Die EU-Länder haben bis zum 06. Januar 4,1 Mio. t Mais in Drittländern gekauft. Das ist eine 1,4 Mio. t kleinere Menge als im Rekordjahr 2013 zu diesem Termin (5,57 Mio. t). Deutsche Importeure haben 490.000 t Mais in Drittländern geordert und damit gut 143.000 t mehr als im letzten Jahr (2014) zu diesem Termin als die man 347.000 t Mais importierte. Dagegen bleiben die großen traditionellen Importeure der EU: Spanien mit 1,39 Mio. t (V. 1,92 Mio. t), Italien mit 403.000 t (Vj. 740.000 t) und Portugal mit 248.000 t (Vj 560.000 t) bislang deutlich unter den Importmengen aus dem Vorjahr. Exportiert haben die EU-Länder erst 1,37 Mio. t und damit trotz der sehr großen Ernte weniger als im letzten Jahr mit 2,08 Mio. t. Deutschland verkaufte bislang 104.000 t Mais in Drittländer gegenüber 347.701 t im letzten Jahr.
 
Maispreise nach Korrektur behauptet
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise im Wochenverlauf kräftig nachgegeben sich dann am Freitag (09.01) aber wieder behauptet. Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Paris 162,75 Euro/t und damit 0,5 Euro bzw. 0,3 % weniger als am Vortag (163,25 Euro). Der Junitermin notierte am Freitag bei 167,25 Euro und damit unverändert zum Vortag (167,25) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 171,50 Euro und damit 10,25 Euro billiger als am Vortag (171,75 Euro). Die nächste Ernte (November) kostete 173,75 Euro und damit 0,5 Euro weniger als am Vortag (174,25 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (176,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 13,50 Euro niedriger. Am heutigen Montag (12. Januar) starten die Preise in Chicago für den Mais mit einem ganz leichten Minus von 0,3 % und damit relativ neutral. Am europäischen Terminmarkt liegen die Maispreise am Montag Mittag (12.01) für den Märzkontrakt bei 162,50 Euro/t und damit 0,25 Euro niedriger als am Tag zuvor (162,75 Euro).
 
Maispreise am Kassamarkt etwas schwächer
Vom deutschen Kassamarkt kommen erst im Wochenverlauf erste belastbare Preismeldungen. Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) in der letzten Woche zwischen 155 Euro und 158 Euro. Beim größten europäischen Maisproduzenten und Exporteur Frankreich (fob Bordeaux) lagen die aktuellen Preismeldungen am Montag (12.01) dieser Woche bei 160 Euro und damit 2 Euro niedriger als in der letzten Woche (162 Euro). Diese Entwicklung gibt wohl auch die Richtung für die Maispreisen in Deutschland vor.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt / agrarmanger
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