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Analyse

Maispreise am Terminmarkt über 160 Euro

von , am
05.01.2015

Am deutschen und europäischen Kassamarkt war die Preisbewegung zuletzt deutlich geringer als am Terminmarkt.

© marshi/aboutpixel.de
 
Die Maispreise hatten am europäischen Terminmarkt am ersten Handelstag im neuen Jahr (02.01.) deutlich nachgegeben. Allerdings starten die Maispreise am heutigen Montag Mittag (05. 01) wieder mit einem kräftigen Plus in den Handel und machen damit zumindest einen Teil der Kursverluste vom letzten Freitag wieder gut. Gestützt werden die europäischen Maispreise durch die festen Vorgaben aus Chicago, wo die Maispreise zumindest im elektronischen vorbörslichen Handel im Plus liegen. Am deutschen und europäischen Kassamarkt war die Preisbewegung zuletzt jedoch deutlich geringer als am Terminmarkt.
 
Dabei war der Handel über die Feiertage sehr schwach und die Märkte müssen im Verlauf der aktuellen Woche eine Richtung finden. Am Montag (12.01) der nächsten Woche wird vor allem der erste USDA-Report des Jahres 2015 für neue Eckdaten sorgen und die Richtung bei den Preisen vorgeben. Üblicherweise bringt der Januar-Report des USDA eine Reihe neuer Informationen für die Märkte. Neben den endgültigen Ernteergebnissen für die USA, Europa und die Schwarzmeerländer, gibt es dann auch genaueren Daten zur bevorstehenden Ernte und den Exporten in Südamerika.
 
Maispreise starten fester in die neue Woche
Am europäischen Terminmarkt sind die Maispreise am ersten Handelstag des neuen Jahres kräftig eingebrochen. Am Freitag (02.01) kostete der Mais für den Märzkontrakt am Terminmarkt in Paris 161,25 Euro/t und damit 4,50 Euro bzw. 2,7 % weniger als am Tag zuvor (165,75 Euro). Der Junitermin notierte am Freitag (02.01) bei 165,75 Euro und damit 5,00 Euro billiger als am Vortag (170,75) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 170,50 Euro und damit 4,25 Euro billiger als am Vortag (174,75 Euro).
 
Die nächste Ernte (November) kostete 174 Euro. Am heutigen Montag (05. Januar) starten die Preise für Mais an der Börse in Paris jedoch mit einem kräftigen Plus und machen einen Teil ihre Verluste vom Freitag wieder gut. Am Montag Mittag (05.01) kostete der Mais für den Märzkontrakt am Terminmarkt in Paris 164,0 Euro/t und damit 2,75 Euro bzw. 1,7 % mehr als am Tag zuvor (161,25 Euro)
 
Maispreise am Kassamarkt kaum verändert
Am deutschen und europäischen Kassamarkt war die Preisbewegung zuletzt ohnehin deutlich geringer als am Terminmarkt. Beim größten europäischen Maisproduzenten und Exporteure Frankreich (fob Bordeaux) lagen die letzten Preismeldungen bei 157 Euro und damit 3 Euro höher als in der Woche zuvor (154 Euro). Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) kurz vor dem Jahreswechsel zwischen 148 Euro und 155 Euro (Vw: 148 bis 152 Euro) und damit eben so hoch wie in der Woche zuvor.
 
Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete zur Wochenmitte ab Station unveränderte Maispreise von 149 bis 152 Euro/t (Vw: 149 Euro/t bis 152 Euro/t). Franko-Niederrhein/Südholland lagen die Preismeldungen zuletzt unverändert bei etwa 173 Euro. Die letzten Preismeldungen fob-Oberrhein lagen bei 150 Euro bis 152 Euro und am Großmarkt in Mannheim wurden zuletzt Preise von 149 Euro bis 151 Euro genannt.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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