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Analyse

Maispreise in den USA schwächer, in Europa behauptet

von , am
20.01.2014

Anders er als beim Weizen laufen die US-Maisexporte weiterhin sehr gut, jedoch drücken die sehr guten Ernteaussichten in Brasilien auf die Preise.

© Kurt/pixelio
 
Anders er als beim Weizen laufen die US-Maisexporte weiterhin sehr gut, jedoch drücken die sehr guten Wachstumsbedingungen in Brasilien auf die Preise. Die Folge einer besseren brasilianischen Ernte wäre ein größeres Angebot und  Preisdruck an den Exportmärkten. In den USA könnte die Anbaufläche von Mais für die neuen Ernte 2014 nach aktuellen Schätzung der Analysten von Informa Econmics um 2,1 % bzw. 0,8 Mio. ha auf 37,78 Mio. ja schrumpfen. Auf dem größten Teil dieser Fläche wird wohl Soja angebaut.
 
US-Maisexporte über den Erwartungen
Anstelle Weizen haben die USA letzte Woche aber 204.000 t Mais nach Ägypten verkauft und insgesamt wurden 821.000 t Mais exportiert. Mit dieser starken Ausfuhr hatten die Analysten zuvor nicht gerechnet. Insgesamt summieren sich die US-Maisexporte auf 29,4 Mio. t gegenüber 13,1 Mio. t im letzten Jahr zu diesem Termin. Das ist mehr als eine Verdopplung der Ausfuhrmenge. Dagegen haben die Europäer (überraschenderweise) trotz einer deutlich besseren Ernte jetzt schon mehr Mais importiert als im letzten Jahr. Grund sind offenbar sich die im Vergleich weiterhin relativ hohen Maispreise in der EU bzw. die deutlich niedrigeren Weltmarkpreise.
 
US-Mais rutscht wieder abwärts
Am US-Terminmarkt in Chicago gaben die Maispreise am Freitag ebenfalls nach. Der Märztermin rutschte am Freitag (17.01) in Chicago um rund 0,9 % auf umgerechnet 123 Euro/t (424 Ct/bu) nach unten und der Mai kostete 125 Euro (431,6 Ct/bu). Damit fallen die US-Mais-Preise (Märzkontrakt) unter die für technische Analysten wichtige 10-Tage-Linie (425 Ct) und liegen zudem auch unter der 20-Tage-Linie (426 Ct) sowie ebenfalls unter der 40 Tage-Linie (428 Ct).
 
Europäische Maispreise behaupten sich
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise am Freitag (17.01) behauptet. Die Kontraktpreise für den Märztermin beendeten den Handel am europäischen Terminmarkt bei 172,50 Euro/t und für den Junikontrakt bei 174,0 Euro und damit fast unverändert. Im Großhandel bewegten sich die Maispreise in Frankreich am Freitag (17.01) zwischen 158 Euro und 164 Euro (-4) und damit zum Teil deutlich deutlich schwächer als zum Wochenbeginn. An den französischen Rheinhäfen wurde der Mais am Dienstag für 176 Euro/t (-1) verladen und damit ebenfalls zu nachgebenden Preisen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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