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Analyse

USA: Riesensprung bei der Maisaussaat, Rekordernte möglich

von , am
13.05.2014

Letzte Woche haben die Farmer im Mittelwesten der USA einen Riesensprung bei der Maisaussaat gemacht.

Da die Landwirte deutlich weniger Körnermais gesät haben, wird die deutsche Maisernte kaum über Vorjahr liegen. Dagegen ist mit einer höheren Weizenernte zu rechnen. © landpixel
 
Letzte Woche haben die Farmer im Mittelwesten der USA einen Riesensprung bei der Maisaussaat gemacht. Das ist aber auch unbedingt nötig, wenn die auf dem Rekordniveau des Vorjahres erwartete Erntemenge auch erreicht werden soll. Bis zum 11. Mai haben die US-Farmer rund 59 % (21,90 Mio. ha) der insgesamt geplanten Maisfläche (37,12 Mio. ha) bestellt. In der Woche zuvor (05. Mai 2014) lag die mit Mais bestellte Fläche bei 29 % (10,76 Mio. ha). Damit wurden innerhalb einer Woche gut 11,0 Mio. ha oder knapp ein Drittel de Gesamtfläche mit Mais bestellt. Im letzten Jahr waren bis zum 11. Mai erst 26 % des Mais ausgesät und damit deutlich weniger als 2014. Dagegen lag Aussaatfortschritt im langjährigen Mittel mit 58 % auf dem aktuellen Niveau. Die neue Maisernte für die USA liegt nach der Prognose des USDA bei 353,9 Mio. t. (Analysten hatten zuvor knapp 349 Mio. t erwartet) nach dem bisherigen Rekordwert von 353,7 Mio. t im letzten Jahr (2013) und 274 Mio. t im Dürrejahr 2012.
 
Riesensprung in Iowa, in Illinois fast fertig
In den vier mit Abstand wichtigsten Maisanbaustaaten der USA: Iowa, Illinois, Nebraska und Minnesota (knapp 50 % der gesamten US-Maisfläche) hat das Aussaattempo letzte Woche kräftig an Fahrt aufgenommen. In Iowa hatten die Farmer bis 11. Mai rund 70 % der geplanten Flächen bestellt. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt dort bei 23 % und im langjährigen Mittel immerhin bei 70 %. In Illinois war bis zum 11. Mai bereits sogar auf 78 % der geplanten Fläche Mais ausgesät. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt in Illinois bei 43 % und im langjährigen Mittel hatten die Farmer in Illinois bis zu diesem Termin rund 53 % ihres Mais im Boden.
 
Aufholjagd in Minnesota, Nebraska über dem Mittel
In Nebraska, der Nummer drei unter den Maisanbaustaaten, hatten die Farmer in der Woche bis zum 11. Mai rund 77 % des Mais ausgesät. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 44 %, im langjährigen Mittel hatten die Farmer in Nebraska rund 71 % ihres Mais im Boden. Am weitesten war die Maisaussaat weiterhin im nördlich gelegenen Minnesota, der Nummer 4 unter den wichtigsten US-Maisanbaustaaten zurück. Hier hatten die Farmer in der Woche bis zum 11. Mai jedoch ebenfalls 31 % ihres Mais im Boden. In der Vorwoche waren es 8 %, während der Aussaatfortschritt im langjährigen Mittel bei 62 % lag.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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