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Analyse

USA: TOP-Verfassung beim Mais bestätigt Rekorderwartungen

von , am
03.06.2014

Derzeit befinden sich die Maispflanzen in den USA in einem erheblich besseren Zustand als im letzten Jahr zu diesem Termin.

Silomais
Wer im Referenzzeitraum eine Fläche - beispielsweise mit Silomais - neu bestellt, muss auf die Anbaudiversifizierung achten. © Kurt Bouda/aboutpixel.de


Die Maisaussaat im Mittelwesten der USA war zum Monatswechsel im Wesentlichen abgeschlossen. Gleichzeitig befinden sich die Maispflanzen in einem erheblich besseren Zustand als im letzten Jahr zu diesem Termin. Diese Situation stützt die aktuellen Erwartungen des USDA und des Marktes an eine neue Rekordernte in den USA, auch wenn die Aussaatfläche etwas kleiner ist als 2013. Für die Entwicklung der Maispreise sind die neuen USDA-Daten ausgesprochen bärisch und dürften die Kurse vor allem in USA, aber auch in Südamerika und in Europa weiter unter Druck setzen. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Maispreise in den USA am Dienstag Vormittag deshalb erneut im Minus und dürften auch die europäischen Preise weiter mit nach unten ziehen.
 
Maisaussaat Ende Mai abgeschlossen
Bis zum 01. Juni hatten die US-Farmer rund 95 % (35,26 Mio. ha) der insgesamt geplanten Maisfläche (37,12 Mio. ha) bestellt. In der Woche zuvor (25. Mai 2014) lag die mit Mais bestellte Fläche bei 88 % (32,66 Mio. ha). Damit wurden in der letzten Woche 2,6 Mio. ha bestellt, nach rund 5,57 Mio. ha in der Woche zuvor und 5,2 Mio. ha vor zwei Wochen. Im letzten Jahr (2013) waren bis zum 01. Juni etwa 90 % des Mais ausgesät und damit etwas weniger als 2014. Dagegen entspricht der Aussaatfortschritt im langjährigen Mittel mit 94 % fast genau dem aktuellen Niveau. Die neue Maisernte für die USA liegt nach der Mai-Prognose des USDA bei 353,96 Mio. t. Damit würde der bisherigen Rekordwert aus dem letzten Jahr von 353,7 Mio. t leicht übertroffen bzw. etwa erreicht. Der Internationale Getreiderat (IGC) geht in seiner aktuellen Schätzung von 350 Mio. t aus.
 
Drei Viertel des Mais in Top-Verfassung
Der diese Woche vom USDA erstmals erfasste Zustand der Maispflanzen ist deutlich besser als im letzten Jahr (2013) und bestätigt die Erwartungen des Marktes an sehr gute Erträge sowie an eine neue Rekordernte. Für den 1. Juni gibt das USDA den Wachstumszustand (und damit das Ertragspotential) von 76 % der Maispflanzen als gut oder sehr gut an. Im letzten Jahr (Juni 2013) waren zu diesem Termin nur 63 % der Maispflanzen in guter oder sehr Verfassung. Nur 2 % des Mais wurde am 1. Juni 2014 als schlecht oder sehr schlecht eingestuft gegenüber 7 % im letzten Jahr. In den beiden TOP-Anbaustaaten Iowa und Illinois befinden sich aktuell  82 % bzw. 70 % der Maispflanzen in gutem oder sehr gutem Zustand. Im letzten Jahr kamen nur 59 % bzw. 57 % des Mais in Iowa und Illinois in die beiden besten Kategorien.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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