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Analyse

USDA-Report: Globale Maisbestände größer als erwartet

von , am
11.03.2014

Beim Mais wurden die Märkte mit einem nicht erwarteten Anstieg der globalen Bestände überrascht.

Die Maisernte in Brasilien soll nun bei 91,5 Mio. t liegen. Das ist deutlich mehr als bisher erwartet wurde. © Mühlhausen/landpixel
 
Beim Mais wurden die Märkte mit einem nicht erwarteten Anstieg der globalen Bestände von 157,3 Mio. t auf 158,4 Mio. t überrascht. Die Analysten hatten zuvor mit einer Korrektur nach unten auf 156,5 Mio. t gerechnet. Die US-Bestände wurden vom USDA von 37,6 Mio. t auf 37,0 Mio. t nach unten gesetzt. Die Analysten hatten zuvor einen leichten Anstieg auf 37,8 Mio. t erwartet. Dafür setzte das USDA die globale Exportmenge noch einmal leicht von 112,5 Mio. t auf 112,95 Mio. t nach oben. Hauptgrund waren die größeren US-Mais-Exporte, die im März von 41,0 Mio. t auf jetzt 42,0 nach oben korrigiert wurden.
 
Keine Änderung an Brasiliens Maisernte
Die aktuelle Mais-Ernte für Brasilien ließ das USDA anders als von den Analysten erwartet (69,6 Mio. t) und wie bereits im Februar-Report geschätzt bei 70,0 Mio. t. Gegenüber der Rekordernte aus dem vorigen Wirtschaftsjahr von 81,0 Mio. t ist dies allerdings ein Rückgang von 11 Mio. t. Das USDA veranschlagte das Exportpotential der Brasilianer im März unverändert auf 21,0 Mio. t und damit 5 Mio. t kleiner als im letzten Wirtschaftsjahr. Gleichzeitig wäre dies jedoch die zweitgrößte brasilianische Exportmenge bei Mais überhaupt. Die brasilianischen Mais-Bestände wurden vom USDA im Februar unverändert auf 9,9 Mio. t geschätzt nach 14,1 Mio. t im Vorjahr.
 
EU-Maisimporte fast auf Rekordstand
Die Mais-Ernte für Argentinien ließ das USDA im März ebenfalls unverändert bei 24,0 Mio. t und damit 0,5 Mio. t über der Analystenschätzung von 23,5 Mio. t. Das argentinische Exportpotential schätzte das USDA wie bereits im Februar auf 13,0 Mio. t nach knapp 23,0 Mio. t im vorigen Jahr. Die globale Maisproduktion setzte das USDA im März sogar um rund 1,0 Mio. t auf den neuen Rekordwert von 967,5 Mio. t (Vj. 863,5 Mio. t) nach oben. Der Verbrauch wächst ebenfalls um 0,5 Mio. t auf den neuen Rekordstand von 943,7 Mio. t (Vj. 861,5 Mio. t). Die Importmenge der EU wurde um weitere 0,5 Mio. t auf  jetzt 11,0 Mio. t nach oben gesetzt und erreicht damit in etwa den Rekordwert aus dem Jahr 2012/13 mit 11,3 Mio. t. Chinas  Import bleibt mit 5,0 Mio. t stabil zum Vormonat.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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