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Analyse

USDA/Vorab: Kleinere Maisernte in Südamerika begrenzt Exporte

von , am
08.04.2014

Am kommenden Mittwoch (09.04) liefert der USDA-Report auch aktuelle Daten zur Maisernte in Südamerika.

© landpixel
 
Am kommenden Mittwoch (09.04) liefert der USDA-Report auch aktuelle Daten zur Maisernte in Südamerika. Neben den USA gehören Brasilien und Argentinien zu den wichtigsten globalen Maisexporteuren. In beiden südamerikanischen Ländern wurde der Maisanbau im aktuellen Wirtschaftsjahr deutlich zu Gunsten von Soja eingeschränkt. Dennoch bleiben die Ernteschätzungen für Brasilien wegen des nach Soja als Zweitfrucht angebauten Wintermais weiter relativ unsicher. Mittweile ist deutlich mehr als die Hälfte der brasilianischen Produktion Wintermais (Safrina), der erst von Juni bis August geerntet wird. Wie immer haben die wichtigsten US-Analystenhäuser die im USDA-Report erwarteten Veränderungen geschätzt. Gegenüber dem letzten USDA-Report von März gibt es diesmal kaum Veränderungen.
 
Brasilien: Ernte wie erwartet, großer Abstand zu 2013
In ihrer Konsensschätzung zur Mais-Ernte in Brasilien erwarteten die wichtigsten US-Analysten im Vorfeld des neuen USDA-Reports keine größeren Veränderungen an der Erntemenge. Im Mittel liegt die Schätzung für die neue Ernte bei 69,8 Mio. t und damit nur 0,2 Mio. t niedriger als das USDA im März (70,0 Mio. t) erwartet hatte. Die Spanne der Analystenschätzung zur Erntemenge bewegt sich von 68,3 Mio. t bis 71,0 Mio. t. Alle beteiligten Analysten bestätigen den kräftigen Produktionsrückgang von rund 10 Mio. t gegenüber der Rekordernte (81,0 Mio. t) aus dem vorigen Wirtschaftsjahr 2012/13. Das USDA hatte das Exportpotential der Brasilianer im März auf 21,0 Mio. t veranschlagt und damit etwa 5 Mio. t kleiner als im letzten Wirtschaftsjahr. Gleichzeitig wäre dies immer noch die zweitgrößte Exportmenge überhaupt. Die Mais-Bestände wurden vom USDA im März auf 9,9 Mio. t geschätzt, nach 14,0 Mio. t im Vorjahr und 9,2 Mio.t vor zwei Jahren.
 
Argentinien: Stabile Prognose, Export weit unter Vorjahr
Die Maisernte in Argentinien wurde von den Analysten auf 24,1 Mio. t geschätzt. Das USDA war in seinem Märzreport ebenfalls von 24,0 Mio. t ausgegangen. Die Spanne der Analystenschätzungen bewegt zwischen 21,8 Mio. t und 25,0 Mio. t. Im letzten Wirtschaftsjahr brachten die argentinischen Farmer mit 26,5 Mio. t Mais eine neue Rekordernte ein. Das argentinische Exportpotential für das laufende Wirtschaftsjahr 2013/14 schätzte das USDA zuletzt nur noch auf 13,0 Mio. t. Im vorigen Wirtschaftsjahr 2012713 wurde die Rekordmenge von knapp 23 Mio. t Mais exportiert. Die argentinischen Endbestände bei Mais wurden vom USDA im März auf 1,4 Mio. t geschätzt und damit ähnlich groß wie im Vorjahr.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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