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Analyse

USDA/Vorab: US-Maisernte ist noch größer

von , am
09.01.2014

Am kommenden Freitag (10.01) wird der neue USDA-Report die Märkte für Getreide und Ölsaaten beschäftigen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Am kommenden Freitag (10.01) wird der neue USDA-Report die Märkte für Getreide und Ölsaaten beschäftigen. Einen Schwerpunkt dürften diesmal die endgültigen Erntedaten 2013 aus den USA bilden. Üblicherweise korrigiert das US-Landwirtschaftsministerium im Januar die US-Ernteergebnisse für Mais und Soja noch einmal und kann damit die globalen Versorgungsbilanzen und die Preise noch einmal in Bewegung bringen.
 
Südamerika wird immer wichtiger
Immer stärker in den Fokus der Marktbeobachter rücken zudem die Einschätzungen des USDA zur nächsten südamerikanischen Ernte von Mais und Soja im kommenden Frühjahr. Eine Prognose zur globalen Ernte von Weizen, Mais und Soja für das nächste Wirtschaftsjahr 2014/15 gibt es vom USDA im nächsten Report noch nicht. Allerdings werden die aktuellen Anbaudaten für den Winterweizen aus den USA geschätzt. Wie immer haben im Vorfeld die wichtigsten US-Analystenhäuser ihre Prognosen für die im USDA-Report erwarteten Veränderungen abgegeben.
 
US-Maisernte geht weiter nach oben
Ganz offensichtlich erwarte die meisten US-Analysten eine weitere Korrektur der rekordhohen US-Maisernte durch das USDA nach oben. Aus zahlreichen US-Bundestaaten wurden jedenfalls neue Rekorderträge beim Mais gemeldet. In einer Konsensschätzung kommen die wichtigsten US-Analystenhäuser auf eine US-Maisernte von 356,98 Mio. t (14.053 Mio. bu). Das sind nochmals fast 2 Mio. t mehr als USDA im Dezemberreport mit 355,3 Mio. t (13.989 Mio. bu) geschätzt hatte und natürlich deutlich mehr im letzten Jahr mit 273,8 Mio. t (10.780 Mio. bu.) Die Spanne der verschiedenen Analystenschätzungen liegt zwischen 353 Mio. t und 362 Mio. t.
 
US-Erträge noch höher
Grundlage für die höhere Produktion ist die nochmalige Korrektur der Mais-Erträge nach oben. Dagegen wird die Erntefläche mit 35,3 Mio. ha ähnlich groß eingeschätzt wie vom USDA (35,3 Mio. ha). Die Ertragserwartung der Analysten liegt jedoch mit 10,11 t/ha (161,1 bu/acres) nochmals leicht über der letzten Schätzung des USDA von 10,06 t/ha (160,4 bu/acres). Erwartet wird außerdem eine Korrektur der US-Endbestände bei Mais von 45,5 Mio. t (USDA) auf  dann 46,8 Mio. t (Analysten) nach oben.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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