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Analyse

Brasiliens Sojaexporte laufen schleppend

von , am
03.03.2015

Im Februar 2015 haben die Brasilianer 0,87 Mio. t Sojabohnen exportiert, im Vergleich zu 2,8 Mio. t im letzten Jahr.

© Mühlhausen/landpixel
 
Zum Monatswechsel waren in Brasilien etwa 28 % der Sojaernte eingebracht, im Vergleich zu 41 % im letzten Jahr zu diesem Termin. Das meldeten diese Woche die brasilianischen Analysten von Safras & Mercado. Exportiert haben die Brasilianer im Februar 2015 lediglich 0,87 Mio. t Sojabohnen, im Vergleich zu 2,8 Mio. t im letzten Jahr. Das ist ein Rückgang der Ausfuhren im Februar von rund 70 %. Sojaschrot wurde im Februar aus Brasilien etwa 0,69 Mio. t exportiert, im Vergleich zu 0,91 Mio. t im Januar 2015 und 0,51 Mio. t im Februar vor einem Jahr.
 
Größere Ernte in Brasilien und Argntinien
Die brasilianische Sojaernte schätzt das Consulting-Unternehmen AgroConsult Anfang März auf 94,7 Mio. t und damit 0,83 Mio. t größer als noch im Februar. Das argentinische Landwirtschaftsministerium hat die argentinische Sojaernte in einer aktuellen Schätzung auf den neuen Rekordwert von 58 Mio. t veranschlagt, nach einer Ernte von 53,4 Mio. t im letzten Jahr.
 
China importiert mehr Soja aus  den USA
Gleichzeitig meldete Chinas Statistikbehörde für den Januar 2015 Sojabohnen-Importe von 6,87 Mio. t im Vergleich zu 5,9 Mio. t im letzten Jahr. Das wäre ein Anstieg der chinesischen Importe um 17 % bzw. etwa 1,0 Mio. t. Rund 6,65 Mio. t bzw. 97 % aller importierten Sojabohnen kamen im Januar aus den USA und damit 23 % mehr als im letzten Jahr, etwa 0,15 Mio. t kamen im Januar aus Kanada, 34.000 t aus Russland und nur 28.000 t aus Brasilien.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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