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Analyse

Globaler Rapsverbrauch wächst, Rekordernte in Europa

von , am
12.11.2014

Das USDA hat die globale Rapsproduktion in seinem November-Report für das Wirtschaftsjahr 2014/15 nach oben korrigiert.

Der Raps hat seine Aufwärtstendenz an der Matif gestern fortgesetzt. © hapo/landpixel
Das USDA hat die globale Rapsproduktion in seinem November-Report für das Wirtschaftsjahr 2014/15 nach oben korrigiert. Grund ist die weitere Aufwärtskorrektur für die Rekordernte in der Europäischen Union. Die europäischen Rapspreise folgen diese Woche jedoch den kräftig steigenden Sojapreisen nach oben. Die globale Rekordernte aus dem Wirtschaftsjahr 2013/14 wird mit der derzeit erwarteten Erntemenge nicht ganz erreicht. Die rekordhohe globale Verbrauchsemenge von 70,3 Mio. t wird jedoch trotzdem gedeckt. Die Endbestände gehen etwas zurück. Zu diesen Ergebnissen kommt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in seinem November-Report und schätzt die Produktionsmenge im Wirtschaftsjahr 2014/15 auf 70,7 Mio. t (Okt: 70,3). Im Vergleich zum Produktionsrekord aus der letzten Saison (71,1 Mio. t) bedeutet dies einen moderaten Rückgang der globalen Raps-Erzeugung von gerade einmal 0,4 Mio. t.
 
Welthandel geht zurück
Der Welthandel mit Raps wird nach Einschätzung des USDA in diesem Wirtschaftsjahr relativ deutlich um etwa 1,5 Mio. t auf 13,55 Mio. t (Vj: 15,1 Mio. t) zurückgehen. Gleichzeitig schrumpfen die Endbestände von 6,52 Mio. t auf 6,16 Mio. t (Okt: 6,48). Deutlich zurückgehen sollen im Vergleich zum letzten Wirtschaftsjahr die chinesischen und auch die europäischen Importe. Die Importerwartung für China liegt für die laufende Saison bei 3,5 Mio. t, nach den Rekordeinfuhren von 5,1 Mio. t im zurückliegenden Jahr. Für die Europäer hat das USDA die Importerwartung (wegen der sehr guten Ernte) auf 2,4 Mio. t veranschlagt, nach Einfuhren von 3,5 Mio. t im zurückliegenden Jahr. Geringfügig größer sollen hingegen die japanischen Raps-Importe mit 2,45 Mio. t (Vj. 2,38 Mio. t) ausfallen. China importiert im der neuen Saison neben der Rapssaat zudem noch 1,4 Mio. t Rapsöl (Vj. 0,9 Mio. t) und 0,1 Mio. t Rapsschrot (Vj: 0,3 Mio. t). Die EU soll nach Einschätzung des USDA rund 0,25 Mio. t Rapsöl ( Vj. 0,3 Mio. t) sowie 0,20 Mio. t Rapsschrot (Vj. 0,46 Mio. t) importieren.
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Europäische Rekordernte weiter nach oben gesetzt
Für die EU haben die USDA-Analysten die Rapsproduktion auf den neuen Rekordwert von 24,0 Mio. t nach oben gesetzt und damit nochmals 0,5 Mio. t höher als im Oktober-Report mit 23,5 Mio. t. Im Vergleich zum letzten Jahr (21,1 Mio. t) wäre dies ein Produktionsanstieg von 2,9 Mio. t und eine neue Rekordernte. Für Deutschland unterstellen die US-Experten mit 6,25 Mio. t (Okt: 6,1 Mio. t) eine deutlich größere Produktion als im Vorjahr( 5,78 Mio. t). Auch für Frankreich meldet man einen sehr kräftigen Anstieg der Produktion auf 5,50 Mio. t (Okt: 5,5), von 4,37 Mio. t im letzten Jahr und im Vereinigten Königreich soll die Rapserzeugung auf 2,48 Mio. t (Okt: 2,57) von 2,13 Mio. t im Jahr zuvor zunehmen. Deutlich über dem Vorjahr (2,8 Mio. t) meldet das USDA die neue Ernte für Polen mit 3,1 Mio. t (Okt: 2,84 Mio. ). Die europäische Importmenge von Raps wird nur noch bei 2,4 Mio. t (Okt: 2,6 Mio. t) erwartet und damit deutlich kleiner als 2013/14 (3,5 Mio. t).
 
Kanadische Ernte ein Fünftel kleiner
Der Grund für den diesjährigen Rückgang der globalen Produktion ist die deutlich kleinere Ernte in Kanada. Anstelle der Rekordernte aus dem Vorjahr von 18,0 Mio. t erwarten die US-Analysten in ihrem Novemberreport für eine Produktion von 14,4 Mio. t (Okt: 14,4 Mio. t). Gegenüber 2013 wäre dies ein Rückgang von 3,6 Mio. t oder 20 %. Dabei soll die Erntefläche für die aktuelle Ernte etwa 7,8 Mio. ha betragen, nach 8,01 Mio. ha im letzten Jahr. Der kanadische Export soll nach Einschätzung des USDA (wegen der großen Bestände) etwa 8,3 Mio. t (Okt: 8,0) erreichen und damit nur 0,9 Mio. t niedriger sein als 2013 (9,2 Mio. t). Damit kommt Kanada auf 60 % der weltweiten Handelsmenge bei Rapssaat. Die kanadischen Endbestände nehmen von 2,4 Mio. t auf 1,2 Mio. t ab (Okt: 1,4 Mio. t).
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China mit größerer Ernte, Ukraine knapp unter Vorjahr
Für Australien senkt das USDA im November die Canola-Produktion auf 3,3 Mio. t (Okt: 3,45). Im letzten Jahr hatten die Australier 3,76 Mio. t Canola geerntet. Für die Ukraine erwarten die US-Analysten eine Produktion von 2,2 Mio. t (Okt: 2,2) auf einer Fläche von 0,85 Mio. ha. Im letzten Jahr hatten die ukrainischen Landwirte 2,35 Mio. t Raps von 1,00 Mio. ha geerntet. Die chinesische Rapsernte soll mit 14,7 Mio. t (Okt: 14,7) das sehr gute Vorjahresergebnis von 14,5 Mio. t übertreffen und in Indien ist die erwartete Raps-Produktion mit 7,5 Mio. t ebenfalls geringfügig größer als im letzten Jahr (7,3 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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