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Analyse

Kassapreise für Raps wenig verändert, Sojapreise gestiegen

von , am
21.04.2015

Am deutschen Kassamarkt haben sich die Rapspreise im Verlauf der vorigen Woche nur wenig verändert und sind zum Wochenbeginn ebenfalls relativ stabil.

Der Raps legte am Freitag ganze 5,50 Euro je Tonne an der Matif zu und schloss knapp unter 370 Euro. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Rapspreise sind Verlauf der letzten Woche am Terminmarkt (mit den Sojapreisen) gestiegen und liegen zum Beginn der neuen Woche erneut leicht im Plus. Am deutschen Kassamarkt haben sich die Rapspreise im Verlauf der vorigen Woche hingegen nur wenig verändert und sind zum Wochenbeginn ebenfalls relativ stabil. Dabei kommt vom Sojamarkt Unterstützung, denn die Sojapreise sind zuletzt sowohl am Terminmarkt als auch an den Exporthäfen (moderat) gestiegen. Aus Südamerika werden die Ernteprognosen allerdings immer größer und lassen erneuten Preisdruck bei Soja und auch bei Raps erwarten.
 
Sojaernte Argentinien auf Rekordkurs
In Argentinien war die Sojaernte bis zum Ende der letzten Woche zu etwa 24 % eingebracht, nach 14 % in der Woche zuvor. Die argentinische Getreidebörse in Buenos Aires schätzte die argentinische Sojaernte letzte Woche von 57 Mio. t. auf 58,5 Mio. t nach oben (Vj: 54 Mio. t). Die Getreidebörse in Rosaria geht sogar von einer neuen argentinischen Sojaernte von 59,0 Mio. t. aus nachdem man zuvor noch 58,0 Mio. t erwartete.
 
Rapspreise am Terminmarkt weiterhin fest
Am Montag Mittag liegen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt 1,0 Euro im Plus bei 375,0 Euro und die neue Ernte kostet unverändert 361,25 Euro. Am vorigen Freitag waren die Rapspreise am europäischen Terminmarkt gestiegen. Der Maitermin beendete den Handel am Freitag bei 374,0 Euro/t und damit 2,50 Euro bzw. 0,7 % höher als am Vortag (371,50 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (369,75 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 1,1 % bzw. 4,25 Euro gestiegen. Die neue Ernte (August) kostete am Freitag 361,25 Euro und damit 2,25 Euro mehr als am Vortag (359,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (359,50 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 0,5 % bzw. 1,75 Euro gestiegen. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 12,25 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (367,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 6,25 Euro höher.
 
Rapspreise am Kassamarkt fast unverändert
Am deutschen Kassamarkt haben sich die Rapspreise im Vergleich zur vorigen Woche wenig verändert und sind zum Wochenbeginn ebenfalls relativ stabil. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen am Montag (20.04) an den Großmärkten Hamburg und Mannheim zwischen 372 Euro und 380 Euro (Vw. 373 Euro und 379 Euro) und am Mittelandkanal bei 372 Euro (Vw. 372 Euro). Das sind ähnliche Preise wie am Montag der Vorwoche. Für den Raps der neuen Ernte (August) werden aktuell 354 Euro (MLK) bis 363 Euro (MH) geboten (Vw. 355 Euro und 361 Euro) und damit ebenfalls ähnlich hohe Preise wie in der Woche zuvor und 17 bis 18 Euro unter dem Niveau der aktuellen Preise. In Frankreich bewegten sich die aktuellen Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (20.04) bei 378 Euro.
 
Exportpreise für Sojabohnen wieder gestiegen
Die Sojabohne (Maikontrakt) startet am Montag erneut fester in den Handel und notiert am Mittag (MEZ) bei 976,2 Ct (332 Euro). Am vorigen Freitag hat die Sojabohne (Maikontrakt) um 0,3 % auf 968,5 Ct je Buschel (329,6 Euro/t) leicht zugelegt. Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago allerdings um 1,9 % gestiegen. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (17.04) für die Verladung im April knapp 388 USD/t (359 Euro/t) und für den Mai 386 USD/t (357 Euro) und damit 8 USD mehr als letzte Woche. Südamerikanische Sojabohnen wurden an den dortigen Exporthäfen für den Mai im Schnitt für 368 USD/t angeboten und damit 6 USD/t teurer als in der Vorwoche, jedoch 20 USD billiger als die Ware aus den USA.
 
US-Sojaexporte haben erneut zugelegt
Die US-Exportverkäufe von Sojabohnen und Schrot sind in der letzten Woche gestiegen und übertrafen zudem die Erwartungen der Analysten. Bei Sojabohnen lag die Netto-Verkaufsmenge für das aktuelle Wirtschaftsjahr bei 312.600 t (Vw: 176.700 t) und damit über den Analystenerwartungen von 50.000 t bis 150.000 t. Weitere 226.200 t wurden zudem schon aus der neuen Ernte 2015 verkauft. Bei Sojaschrot meldete man Nettoverkäufe von 130.400 t (46.000 t). Insgesamt haben die USA damit bis zum aktuellen Termin schon rund 48,54 Mio. t Sojabohnen ins Ausland verkauft. Im vorigen Wirtschaftsjahr 2013/14 lag die (bereits sehr hohe) US-Ausfuhrmenge zum aktuellen Termin bei 44,6 Mio. t und war rund 8 % oder 3,9 Mio. t kleiner. Sojaschrot wurden bislang 9,9 Mio. t ins Ausland verkauft. Im vorigen Wirtschaftsjahr waren es zu diesem Termin 8,7 Mio. t.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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