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Analyse

Rapspreise folgen Soja nach unten

von , am
14.01.2015

Die Rapspreise können sich dem aufkommenden Preisdruck am Sojamarkt nicht entziehen und drehen am Mittwoch am europäischen Terminmarkt deutlich in Minus.

© landpixel
Die Rapspreise können sich dem aufkommenden Preisdruck am Sojamarkt nicht entziehen und drehen am Mittwoch am europäischen Terminmarkt deutlich ins Minus. Ursachen für die zuletzt stärker unter Druck geratenen Sojapreise sind der Preisverfall am Energiemarkt und gleichzeitig die zuletzt deutlich fallenden Sojaschrotpreise in den USA. Hinzu kommt die weitere Aufwärtskorrektur der Sojaernte und Endbestände in den USA und weltweit und die derzeit erwarteten Rekordernten in Südamerika. Insgesamt sind die fundamentalen Eckdaten am Sojamarkt damit ausgesprochen bärisch und wurden zuletzt vor allem durch die sehr starken US-Exporte neutralisiert. Diesem Druck kann sich auch der Rapsmarkt nicht entziehen und folgt Soja nach unten.
 
Rapsreise fallen unter 355 Euro
Die Rapspreise hatten sich am europäischen Terminmarkt am Dienstag (13.01) etwas erholt, folgen aber am Mittwoch den Sojapreisen nach unten. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel am Dienstag bei 357,0 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,4 % höher als am Vortag (355,75 Euro). Der Maikontrakt wurde am Dienstag mit 355,50 Euro notiert und damit 0,50 Euro höher als am Vortag (355,0 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 352,75 Euro und damit 1,0 Euro mehr als am Vortag (351,75 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (353,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,0 Euro höher. Am heutigen Mittwoch  (MEZ) starten die Sojapreise in Chicago mit einem Minus,. Die die Rapspreise starten am Mittwoch am europäischen Terminmarkt bei 354,25 Euro und damit 2,75 Euro schwächer als am Vortag.
 
Rapspreise am Kassamarkt unter Druck
Am deutschen und europäischen Kassamarkt haben die Rapsreise dieser Woche nachgegeben und dürften auch am Mittwoch unter Druck stehen. Am Dienstag lagen die Preismeldungen (Februar) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim am zwischen 361 Euro und 363 Euro (Mo: 364 Euro und 366 Euro) und am Mittelandkanal bei 360 Euro (Mo. 360 Euro) und damit zum bis zu 3 Euro niedriger als am Montag. Für die Anlieferung im Mai 2015 wurden an den drei Handelsplätzen Rapspreise zwischen 357 Euro bis 365 Euro geboten (Mo.: 359 bis 368 Euro). In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Dienstag (13.01) bei 361 Euro und damit 3 Euro niedriger als am Montag (364 Euro).
 
Sojapreise fallen weiter
Die Sojapreise haben am Dienstag (13.01) in den USA weiter nachgegeben. Der Märzkontrakt ging mit knapp 313 Euro/t (1004 Ct/bu) aus dem Handel. Damit sind die Kurse in US-Währung zum Vortag um knapp 1,2 % gefallen. Der Maikontrakt notierte bei 314,5 Euro (1010 Ct/bu) und der Juli bei knapp 316 Euro/t (1015,6 Ct/bu). Am heutigen Mittwoch (14.01) liegen die Sojapreise im elektronischen vorbörslichen Handel wieder 0,8 % im Minus und fallen zudem unter die 1000 Ct je Buschel Marke. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Dienstag (13.01) für die Verladung im Januar 402 USD/t (341 Euro/t) und für den März 398 USD/t (337 Euro) und damit 3 bis 5 USD weniger als am Montag.
 
Dr. Olaf Zinke
 
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