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Analyse

Rapspreise folgen Sojapreisen nach oben

von , am
15.12.2014

Die Rapspreise sind in der letzten Woche sowohl am Terminmarkt als auch am Kassamarkt gestiegen.Ursache war der erneute der Anstieg der Sojapreise.

Der Raps legte an der Matif 1,25 Euro/t zum Vortag zu. © Mühlhausen/landpixel

Die Rapspreise sind in der letzten Woche sowohl am Terminmarkt als auch am Kassamarkt gestiegen. Ursache war der erneute der Anstieg der Sojapreise, nachdem die Kurse zunächst in Folge des USDA-Reports unter Druck geraten waren. Nicht weniger Analysten gehen derzeit davon aus, dass sich die Sojapreise (und ihrem ihren Gefolge auch die Rapspreise) bis zur südamerikanischen Ernte im Frühjahr 2015 in einer relativ engen Preispanne bewegen werden. Dazu trägt unter anderem der relativ zögerliche Verkauf der aktuellen Ernte durch die US-Farmer bei. Dem steht eine unverändert starke Nachfrage nach US-Sojabohnen und Sojaschrot von den Exportmärkten gegenüber. Auch die Abwärtskorrektur der nächsten europäischen Rapsernte 2015 durch die Analysten von Strategie Grains hat die Rapspreise gestützt.
 
Rapspreise am Terminmarkt folgen Sojakursen
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt im Verlauf der letzten Woche zwischen 339 Euro und 344 Euro geschwankt. Am Freitag (12.12.) beendete der Februartermin den Handel bei 342,75 Euro/t und damit etwa 2,50 Euro teurer als in der Vorwoche (Vw: 340,25 Euro/t) und der Mai wurde mit 341,50 Euro notiert und damit 1,25 Euro höher (Vw: 340,25 Euro) und der August kostete 341,75 Euro (Vw: 340,75 Euro). Am Montag (15.12) Mittag startet der Raps mit einem leichten Plus von 0,5 Euro bei 343,25 Euro in die neue Woche.
 
Rapspreise am Kassamarkt 3 bis 4 Euro gestiegen
Die Kassapreise für Raps haben in der letzten Woche ebenfalls zugelegt. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen (Dezember) am Freitag (12.12) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim zwischen 345 Euro und 348 Euro (Vw. 342 und 345 Euro) und am Mittelandkanal bei 345 Euro (Vw. 341 Euro) und damit 3 bis 4 Euro höher als in der Vorwoche. Für die Anlieferung im Februar 2015 wurden an den drei Handelsplätzen Preise zwischen 346 Euro bis 352 Euro geboten und damit ebenfalls 3 bis 4 Euro mehr als letzte Woche (Vw.: 342 bis 349 Euro). In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Freitag (12.12) bei 343 Euro und damit 3 Euro höher als vor einer Woche (340 Euro).
 
Sojapreise in Dollar gestiegen, in Euro stabil
Die Sojapreise haben im Verlauf der letzten Woche nach schwachen Beginn erneut zugelegt. In die neue Woche starteten die Sojabohnen am Montag Mittag mit einem Plus von 0,6 %. Der Januarkontrakt ging am vergangenen Freitag (12.12) mit knapp 310 Euro/t (1047,2 Ct/bu) aus dem Handel und war damit in US-Währung rund 1 Prozent teurer, in Euro umgerechnet  blieben die Preise (wegend es festeren Euros) jedoch unverändert. Der Märztermin kostete  am Freitag  311 Euro (1053 Ct/bu) und der Maikontrakt notierte bei 313 Euro (1059 Ct/bu). An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (12.12) für die Verladung im Dezember  425 USD/t (343 Euro/t) und für den Februartermin ebenfalls 425 USD/t (343 Euro) und damit in USD eben so viel wie in der letzten Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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