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Analyse

Rapspreise für vordere Ware kräftig gestiegen

von , am
01.06.2015

Auch am Kassamarkt haben die Rapspreise im Wochenvergleich für die vorderen Termine (Juni) kräftig zugelegt.

Der Raps konnte 0,75 Euro gewinnen und schloss bei 376,50 Euro je Tonne. © landpixel/Beuermann
 
Die Rapspreise sind am Terminmarkt (neue Ernte) kräftig gestiegen und haben sogar ein neues Kontrakthoch erreicht. Auch am Kassamarkt haben die Rapspreise im Wochenvergleich für die vorderen Termine (Juni) kräftig zugelegt. Der Preisabstand zwischen alter Ernte (Juni) und neuer Rapsernte (August) vergrößerte sich am deutschen Kassamarkt dabei bis auf 30 Euro. Unterstützt wurde der Raps zudem durch die moderat steigenden Preise für Sojabohnen und die zuletzt kräftig steigenden Preise für Sojaöl. Als Grund für den zwischenzeitlichen Preisanstieg bei Soja nannten Händler dem Streik am wichtigsten Exporthafen Argentiniens (Rosario), der aber diese Woche zu Ende ist.
 
Kontrakthoch für die neue Rapsernte
Am Montag Nachmittag (01.06) lagen die Rapspreise für den Augustkontrakt (neue Ernte) am europäischen Terminmarkt erneut 2,50 Euro im Plus und notierten bei 368,50 Euro. Der Novembertermin wurde am Montag Nachmittag ebenfalls 2,50 Euro höher bei 370,25 Euro/t gehandelt. Die Rapspreise haben sich am vorigen Freitag (30.05) am europäischen Terminmarkt kräftig zugelegt. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde am Freitag mit 365,75 Euro gehandelt und damit zu 3,25 Euro höheren Preisen als am Vortag (362,50 Euro) und auf einem neuen Kontrakthoch.
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Im Vergleich zur Vorwoche (359,25 Euro) sind die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF um 6,50 Euro bzw. 1,8 % gestiegen. Der Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 367,75 Euro und damit 3,75 Euro höher gehandelt als am Vortag (364,0). Gleichzeitig kostete der Novembertermin 6,0 Euro mehr als in der Vorwoche (361,75). Im Vergleich zum Vorjahr (347,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 18,0 Euro höher
 
Kassapreise für den Juni kräftig gestiegen
Am deutschen Kassamarkt sind die Rapspreise zuletzt ebenfalls kräftig gestiegen. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen am letzten Freitag (30.05) für den auslaufenden Maitermin am Großmarkt Hamburg noch bei 380 Euro (Vw. 373 Euro) und am Mittelandkanal bei 375 Euro (Vw: 368 Euro). Das waren rund 7 Euro höhere Preise als vor einer Woche. Für den Junitermin notierte man am Großmarkt Hamburg zum Beginn der neuen Woche am Montag bereits  395 Euro, in Mannheim 396 Euro und am Mittelandkanal 390 Euro. Das waren rund 15 Euro höhere Preise als für den ausgelaufenen Maikontrakt und deutet auf eine spürbare Verknappung an physischer Ware hin.
 
Preisabstand zur neuen Ernte kräftig gewachsen
Für den Raps der neuen Ernte (August) wurden im deutschen Großhandel am heutigen Montag Preise von 360 Euro (MLK) bis 364 Euro (MH) geboten (Vw. 354 Euro und 363 Euro) und zwischen 6 und 1 Euro höhere Preise als vor einer Woche. Gleichzeitig handelt man die neue Ernte (August) zum Monatsbeginn rund 30 Euro (Vw: 20 Euro) unter dem Niveau der alten Ernte (Juni). In Frankreich bewegten sich die aktuellen Preisvorstellungen  (fob Mosel) am Montag (01.06) für die neue Ernte bei 366 Euro und damit ebenfalls 6 Euro höher als in der Vorwoche (Vw: 360 Euro).
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Sojapreise im Export leicht gestiegen
Die Sojabohne (Julikontrakt) liegen am Montag Nachmittag in Chicago 0,7 % im Minus bei etwa 927,4 Cent je Buschel (310,3 Euro/t). Am vorigen Freitag hat die Sojabohne (Julikontrakt) um 0,9 % auf 934,0 Ct je Buschel (312,3 Euro/t) zugelegt. Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago um 1,0 % gestiegen.
An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kosteten Sojabohnen am vorigen Freitag (30.05) für die Verladung im Juni knapp 376 USD/t (Vw: 373 Euro/t) und für den August 374 USD/t (Vw: 372 USD) und 2 bis 3 USD mehr als in der Woche zuvor. Die neue Ernte (November) wurde an den US- Exporthäfen am Freitag für 371 USD angeboten. Damit liegen die Preisforderungen für die neue US-Soja-Ernte auf ähnlichem Niveau wie für die alte Ernte.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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