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Analyse

Rapspreise gefallen, Export hält Sojapreise oben

von , am
10.11.2014

Die Rapspreise haben im in der letzten Woche kräftig nachgegeben. Die Sojapreise haben sich in der letzten Woche am US-Terminmarkt nach anfänglicher Schwäche wieder deutlich erholt.

© landpixel
Die Rapspreise haben im in der letzten Woche kräftig nachgegeben. In der zweiten Wochenhälfte haben sich die Preise zwar wieder etwas erholt, bleiben jedoch deutlich unter dem Niveau der Vorwoche. Ursache für die kräftigen Preisausschläge am Rapsmarkt sind einmal mehr die volatilen Sojakurse. Trotz der von den Farmern in den USA ganz offensichtlich eingebrachten Rekordernte hat das relativ langsame Erntetempo, in Verbindung mit den ungewöhnlich starken Exporten, die Preise immer wie der nach oben getrieben. Dabei sind die Preise für Sojaschrot an den internationalen Märkten zuletzt sogar noch deutlich stärker gestiegen als die Preise für Sojabohnen.
 
US-Sojaexporte weiter rekordverdächtig
Die US-Sojaexporte laufen weiterhin ungewöhnlich gut. In der letzten Woche wurden Netto (abzüglich der Stornierungen) rund 1,61 Mio. t Sojabohnen ins Ausland verkauft. Fast die gesamte Verkaufsmenge ging diesmal nach China. Die bislang insgesamt ins Ausland verkaufte Sojamenge der USA liegt bei 35,6 Mio. t und damit 7 Prozent über dem vergleichbaren bereits sehr hohen Vorjahreswert von 33,2 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr US-Soja-Ausfuhren von 46,3 Mio. t. Die bislang ins Ausland verkaufte Menge Sojaschrot liegt bei 6,27 Mio. t und damit 26 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert 4,96 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr US-Sojaschrot-Ausfuhren von 10,89 Mio. t.
 
Rapspreise am Terminmarkt nach unten korrgiert
Die Rapspreise sind am europäischen Terminmarkt in der letzten Woche deutlich von ihren vorausgegangenen Preishochs zurückgefallen. Am letzten Freitag (07.11.) beendete der Februartermin den Handel bei knapp 335 Euro/t und damit etwa 9 Euro niedriger als in der Vorwoche (Vw: 344 Euro/t) und der Mai wurde mit 338,50 Euro notiert und damit 10 Euro billiger (Vw: 348,75 Euro). Am Montag (10.11) Mittag lagen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt für den Februar um 13:00 Uhr 336 Euro und damit knapp 2,0 Euro höher als am letzten Freitag.
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Rapspreise am Kassamarkt gefallen
Die Kassapreise für Raps sind in der letzten Woche ebenfalls gefallen. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen (November) am Freitag (07.11) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim zwischen 330 Euro und 333 Euro (Vw. 334 und 336 Euro) und am Mittelandkanal bei 326 Euro (Vw. 336 Euro) und damit zwischen 4 und 10 Euro niedriger als in der Vorwoche. Für die Anlieferung im Februar wurden an den drei Handelsplätzten Preise zwischen 331 bis 336 Euro geboten und damit 14 bis 16 Euro weniger als letzte Woche (Vw. 345 bis 352 Euro). In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (07.11) bei 331 Euro und damit 9 Euro niedriger als vor einer Woche (340 Euro).
 
Sojapreise behaupten sich
Die Sojapreise haben sich in der letzten Woche am US-Terminmarkt nach anfänglicher Schwäche wieder erholt. Der auslaufende Novembertermin kostete am Freitag (07.11.) 306 Euro (1040 Ct/bu) und damit geringfügig weniger wie am Freitag vor einer Woche mit 307,6 Euro/t (1046,6 Ct/bu). Der Januarkontrakt ging am vergangenen Freitag (07.11) mit knapp 305,1 Euro/t (1036,6 Ct/bu) aus dem Handel und der März mit 306,1 Euro (1040 Ct/bu). Am heutigen Montag (10.11) starten die US-Sojapreise erneut mit einem Plus in den Handel. Der Preisabstand zwischen Kassamarkt (296 Euro/t) und Terminmarkt beträgt rund 10 Euro. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (07.11) für die Verladung im November 440 USD/t (352 Euro/t) und für den Dezember ebenfalls 440 USD/t (352 Euro) und damit 6 USD weniger als letzte Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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