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Analyse

Rapspreise gestiegen, Sojapreise gefallen

von , am
26.05.2015

Der Preisabstand bzw. der Preisabschlag zwischen alter Ernte (Mai) und neuer Rapsernte (August) beträgt am deutschen Kassamarkt derzeit rund 20 Euro.

© Walter Christ/aboutpixel.de
 
Die Rapspreise sind in der vorigen Woche am europäischen Terminmarkt (neue Ernte) überraschend deutlich gestiegen, während sich die Sojapreise sowohl an den Terminmärkten als auch an den Exportmärkten weiter nach unten bewegten. Auch am Kassamarkt haben die Preise für die alte und die neue Rapsernte im Wochenvergleich zugelegt, wenn auch nicht so deutlich wie am Terminmarkt. Der Preisabstand bzw. der Preisabschlag zwischen alter Ernte (Mai) und neuer Rapsernte (August) beträgt am deutschen Kassamarkt derzeit rund 20 Euro.
 
Rapspreise am Dienstag über 360 Euro
Am Dienstag Nachmittag lagen die Rapspreise für den Augustkontrakt (neue Ernte) am europäischen Terminmarkt 2,00 Euro im Plus und übersprangen die Marke von 360 Euro auf 361,25 Euro. Der Novembertermin wurde am Dienstag Nachmittag 1,50 Euro höher bei 363,25 Euro/t gehandelt. Am gestrigen Montag wurde der Augustkontrakt (neue Ernte)  mit einem Preisaufschlag von 0,1 % bei 359,25 Euro gehandelt und kostete damit 0,25 Euro mehr als am Vortag (359,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (353,75 Euro) sind die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF 5,50 Euro bzw. 1,6 % höher. Der Novemberkontrakt wurde am Montag mit 361,75 Euro und damit 0,25 Euro höher gehandelt als am Vortag (361,50). Gleichzeitig kostete der Novembertermin 6,25 Euro mehr als in der Vorwoche (355,50). Im Vergleich zum Vorjahr (355,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,25 Euro höher
 
Neue Rapsernte kostet 20 Euro weniger
Am deutschen Kassamarkt sind die Rapspreise zuletzt ebenfalls gestiegen, wenn auch nicht überall so kräftig wie am Terminmarkt. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen am Dienstag (26.05) an den Großmärkten Hamburg und Mannheim für den Maitermin zwischen 373 Euro und 384 Euro (Vw. 372 bis 377 Euro) und am Mittelandkanal bei 368 Euro (Vw: 367 Euro). Das waren 1 bis 7 Euro höhere Preise als vor einer Woche.
 
Für den Raps der neuen Ernte (August) wurden im deutschen Großhandel am Dienstag Preise von 354 Euro (MLK) bis 363 Euro (MH) geboten (Vw. 351 Euro und 358 Euro) und damit 3 bis 5 Euro höhere Preise als vor einer Woche. Gleichzeitig handelt man die neue Ernte 19 bis 21 Euro unter dem Niveau der aktuellen Preise. In Frankreich bewegten sich die aktuellen Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Diestag (26.05) für die neue Ernte bei 360 Euro und damit 5 Euro höher als in der Vorwoche (Vw:355 Euro).
 
Sojapreise im Export weiter rückläufig
Die Sojabohne (Julikontrakt) notieren am Dienstag Nachmittag in Chicago 0,1 % schwächer bei etwa 923,2 Cent je Buschel (302 Euro/t). Am vorigen Freitag hat die Sojabohne (Julikontrakt) um 1,5 % auf 924,2 Ct je Buschel (307,5 Euro/t) nachgegeben. Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago um 3,1 % zurückgegangen. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am vorigen Freitag (22.05) für die Verladung im Mai knapp 373 USD/t (Vw: 385 Euro/t) und für den Juni ebenfalls 373 USD/t (Vw: 385 USD) und damit nochmals 12 USD weniger als letzte Woche.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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