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Analyse

Rapspreise kämpfen sich wieder nach oben

von , am
09.02.2015

Die Rapspreise haben sich Anfang Februar kräftig erholt. Auch die Preise für Sojabohnen sind im Verlauf der letzten Woche etwas gestiegen.

Der Raps legte am Freitag ganze 5,50 Euro je Tonne an der Matif zu und schloss knapp unter 370 Euro. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Rapspreise haben sich Anfang Februar kräftig erholt. Auch die Preise für Sojabohnen sind im Verlauf der letzten Woche etwas gestiegen. Ein Grund für die festen Raps- und Sojapreise sind die zuletzt wieder kräftig gestiegenen Rohölpreise sowie die Preiserholung bei Sojaöl. Hinzu kommen die bis zuletzt guten Exportzahlen bei Sojabohnen und Sojaschrot in den USA. Anfang dieser Woche wird der neue USDA-Report jedoch neue Daten zur erwarteten südamerikanischen Ernte bringen. Die erwarteten Rekordernten und die sehr guten Exportprognosen könnten die internationalen Sojapreise (und auch den Rapsmarkt) erneut unter Druck setzten. Derzeit (Mai) sind die Preisforderungen an den argentinischen Exporthäfen(fob) für die neue Ernte 20 USD/t niedriger als in den USA.
 
Rapspreise haben kräftig zugelegt
Die Rapsreise haben sich in der letzten Woche kräftig erholt. Innerhalb einer Woche kletterten die Terminmarkpreise um rund 8 Euro oder 2,5 Prozent nach oben. Der Maitermin beendete den Handel am Freitag bei 356,75 Euro/t und damit 1,00 Euro niedriger als am Vortag (357,75 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 348,0 Euro und damit 2,75 Euro weniger als am Vortag (350,75 Euro). Gleichzeitig kostet die neue Rapsernte (August) derzeit 8,75 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (356,50 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 0,25 Euro höher. Am Montag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Mai-Termin mit einem leichten Abschlag von 0,25 Euro bei 356,50 Euro/t. Der August (neue Ernte) legt hingegen leicht zu.
 
Rapspreise am Kassamarkt gestiegen
Am deutschen und europäischen Kassamarkt sind die Rapsreise in der letzten Woche um rund 10 Euro/t gestiegen und bewegen sich am Montag (09.02) Mittag zunächst seitwärts. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen (Februar) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim am Montag zwischen 358 Euro und 359 Euro (Vw. 348 Euro und 350 Euro) und am Mittelandkanal bei 354 Euro (Vw. 345 Euro) und damit rund 10 Euro höher als eine Woche zuvor. Für die Anlieferung im Mai 2015 wurden an den drei Handelsplätzen Rapspreise zwischen 358 Euro bis 363 Euro geboten (Vw.: 352 bis 354 Euro). Für den Raps der neuen Ernte (August) werden aktuell 341 Euro (MLK) bis 348 Euro (MH) geboten. In Frankreich bewegten sich die aktuellen Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (09.02) bei 359 Euro.
 
Sojapreise letzten Woche leicht gestiegen
Die Sojapreise sind in den USA letzte Woche leicht gestiegen. Der Märzkontrakt ging am letzten Freitag (06.02) mit knapp 317 Euro/t (973,4 Ct/bu) aus dem Handel. Im Wochenverlauf haben die Sojapreise (in USD) in Chicago damit um 1,0 % zugelegt. Der Maikontrakt notierte bei 319 Euro (980,0 Ct/bu) und der Juli bei 320 Euro/t (985,4 Ct/bu). An Montag beginnt der vorbörsliche Handel am Terminmarkt in Chicago mit einer Seitwärtsbewegung. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (06.02) für die Verladung im Januar 398 USD/t (352 Euro/t) und für den März 391 USD/t (346 Euro) und damit für den März 2 USD mehr als letzte Woche.
 
US-Sojaexporte bislang relativ hoch
Die US-Exportverkäufe von Sojabohnen sind in der letzten Woche zwar deutlich zurückgegangen, bleiben für diesen Termin jedoch relativ hoch. Abzüglich der Stornierungen wurden nur 489.700 t Sojabohnen ins Ausland verkauft, nach 888.200 t in der Woche zuvor. Die bislang insgesamt ins Ausland verkaufte Sojamenge der USA liegt bei 45,4 Mio. t und damit 6 Prozent über dem vergleichbaren sehr hohen Vorjahreswert von 42,9 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr US-Soja-Ausfuhren von 48,2 Mio. t. Die bislang aus den USA ins Ausland verkaufte Menge Sojaschrot liegt bei 8,35 Mio. t und damit 18 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert 7,05 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr US-Sojaschrot-Ausfuhren von 11,6 Mio. t.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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