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Analyse

Rapspreise am Kassamarkt etwas schwächer

von , am
07.09.2015

Am deutschen Kassamarkt geben die Rapsnotierungen zum Wochenstart leicht nach.

Der Raps hat seine Aufwärtstendenz an der Matif gestern fortgesetzt. © hapo/landpixel
 
Die europäischen Rapspreise starten zum Beginn der neuen Woche am europäischen Termin etwas fester. Am deutschen Kassamarkt geben die Rapsnotierungen zum Wochenstart leicht nach, sind jedoch trotzdem noch etwas höher als vor einer Woche. Grund für die aktuelle Schwäche waren die nachgebenden Terminmarktpreise am vorigen Freitag. Dort hatten die Rapspreise unter dem Druck der schwächeren Sojanotierungen ebenfalls nachgegeben.
 
Rapspreise trotz Schwäche höher als 2014
Der Novemberkontrakt wurde am vorigen Freitag (04.09) nur noch mit 357,50 Euro gehandelt und damit zu 2,0 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (359,25 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 356,75 Euro und damit ebenfalls 2,0 Euro niedriger als am Vortag (358,75). Trotz des Rückgangs sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 33,25 Euro bzw. 10,3 % höher als die Preise aus dem Vorjahr (324 Euro). Seit der letzten Preisspitze von Anfang Juli (402,50 Euro) sind die Rapsreise um 45,0 Euro bzw. 11,2 % gefallen.
 
Am heutigen Montag Nachmittag (15:30) liegen die Rapsreise am europäischen Terminmarkt für den November und für den Februar leicht im Plus. Der Novemberkontrakt notiert bei 358,0 Euro und damit 0,75 Euro höher und der Februartermin wird ebenfalls mit 358,0 Euro/t gehandelt und damit mit einem Aufschlag von 1,25 Euro.
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Kassapreise zum Wochenbeginn etwas schwächer
Am deutschen Kassamarkt hatten sich die Rapspreise im Verlauf der vorigen Woche zunächst deutlich erholt, am Ende der Woche jedoch wieder nachgegeben und rutschen auch zum Begin der Woche nochmals leicht nach unten.
 
Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen am Montag Nachmittag (07.09) für den Novembertermin zwischen 361 Euro (Mittelandkanal) und 370 Euro (Mannheim) und damit 3 bis 4 Euro höher als vor einer Woche. Gleichzeitig handelt man den Februartermin zwischen 362 Euro und 369 Euro und damit  etwa so teuer wie den November (und auch den auslaufenden September) .
 
In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (07.09) seitwärts bei 361 Euro.
 
USA: Sojapreise weiterhin schwach
Die Preise für Sojabohnen für den auslaufenden Septemberkontrakt sind am Freitag (04.09) am Terminmarkt in Chicago leicht um 0,3 % auf 877,2 Cent je Buschel (289,2 Euro/t) zurückgegangen. Die neue Ernte (Novemberkontrakt) notierte 0,5 % niedriger bei 869,2 Cent je Buschel (286,6 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel ebenfalls 0,5 % niedriger bei 373,4 Cent je Buschel (132,3 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (1082 Cent) wird am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um knapp 20 % verfehlt.
 
An den Exporthäfen der USA sind die Preisforderungen für Sojabohnen ebenfalls zurückgegangen. Am vorigen Freitag (07.09) lagen die Exportpreise für US-Soja am US-Golf (fob) für die Verladung im Zeitraum September bis Oktober bei 353 USD und damit rund 5 USD niedriger als vor einer Woche (358 USD/t). Die Preisforderungen für die neue US-Ernte (November) lagen am vorigen Freitag bei 355 und damit 4 USD niedriger als vor einer Woche (359 USD ).
 
Dr. Olaf Zinke
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