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Analyse

Rapspreise kommen ins Rutschen

von , am
12.01.2015

Die Rapspreise sind am europäischen Terminmarkt zum Beginn der zweiten Januarwoche unter Druck geraten.

Der Raps hat seine Aufwärtstendenz an der Matif gestern fortgesetzt. © hapo/landpixel
 
Die Rapspreise sind am europäischen Terminmarkt zum Beginn der zweiten Januarwoche unter Druck geraten. Am Kassamarkt hatten sich die Rapspreise zum Wochenbeginn zunächst kaum verändert, dürften aber am Dienstag den Terminmarktpreisen nach unten folgen. In der vorigen Woche waren die Kurse am Terminmarkt über die Marke von 360 Euro geklettert und konnten sich mit massiver Unterstützung der Sojapreise auch gut auf diesem Niveau behaupten. Auch die Kassapreise hatten letzte Woche kräftig zugelegt. Nun setzt der aktuelle USDA-Report die Ölsaatenmärkte unter Druck, denn die Ernteprognosen für Südamerika sind sehr gut und auch die US-Ernte wurde nochmals nach oben korrigiert.
 
Kräftige Preisabschläge nach USDA-Report
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt am Montag (12.01) unter dem Druck der rückläufigen Sojapreise kräftig nachgegeben. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel am Montag bei 355,75 Euro/t und damit 5,50 Euro bzw. 1,5 % niedriger als am Vortag (361,25 Euro). Der Maikontrakt wurde am Montag mit 355,0 Euro notiert und damit 4,50 Euro niedriger als am Vortag (359,50 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 351,75 Euro und damit 4,75 Euro weniger als am Vortag (356,5 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (351,50 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,25 Euro höher. Am heutigen Dienstag starten die Sojapreise in Chicago mit einem Plus von 0,5 %, so dass auch die Rapspreise am europäischen Terminmarkt stabil oder etwas fester notieren dürften.
 
Rapspreise am Kassamarkt (vorige Woche) gestiegen
Am deutschen und europäischen Kassamarkt sind die Rapsreise letzte Woche kräftig gestiegen und haben sich am Montag (12.01) kaum verändert. Am Dienstag dürften die Kassapreise den Terminmarkpreisen nach unten folgen. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen (Februar) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim am Montag zwischen 364 Euro und 366 Euro (Vw. 348 Euro und 360 Euro) und am Mittelandkanal bei 360 Euro (Vw. 348 Euro) und damit zum Teil deutlich höher wie in am Montag zuvor. Für die Anlieferung im Mai 2015 wurden an den drei Handelsplätzen Rapspreise zwischen 359 Euro bis 368 Euro geboten (Vw.: 350 bis 362 Euro). In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (12.01) bei 364 Euro und damit 9 Euro höher als eine Woche zuvor (355 Euro).
 
Sojapreise kräftig gefallen
Die Sojapreise haben am Montag (12.01) in den USA kräftig nachgegeben. Der Märzkontrakt ging mit knapp 314 Euro/t (1016 Ct/bu) aus dem Handel. Damit sind die Kurse in US-Währung um knapp 3,4 % gefallen. Der Maikontrakt notierte bei 315 Euro (1021,6 Ct/bu) und der Juli bei knapp 317 Euro/t (1026,6 Ct/bu). Am heutigen Dienstag (13.01) liegen die Sojapreise im elektronischen vorbörslichen Handel wieder 0,6 % im Plus. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Montag (12.01) für die Verladung im Januar 405 USD/t (343 Euro/t) und für den März 403 USD/t (342 Euro) und damit 13 USD weniger als letzte Woche.
 
Dr. Olaf Zinke
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