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Analyse

Rapspreise weiter im Sog der Sojapreise

von , am
16.02.2015

Die Rapspreise behaupten sich weiterhin überraschend gut.

Der Raps hat seine Aufwärtstendenz an der Matif gestern fortgesetzt. © hapo/landpixel
 
Die Rapspreise behaupten sich weiterhin sehr gut. Unterstützung kam dabei von den wieder gestiegenen Preisen für Sojabohnen sowie von den kräftig gestiegenen Rohölpreisen und auch von den sehr festen Preisen für Sojaschrot und Sojaöl. Maßgeblich für den sehr festen Sojakomplex waren die erneut sehr guten Exportzahlen bei Sojabohnen und Sojaschrot in den USA. Bislang konnten auch die vom USDA und südamerikanischen Analysten erwarteten Rekordernten in Brasilien und Argentinien die Ölsaatenpreise nicht weiter nach unten ziehen. Derzeit sind die Preisforderungen an den südamerikanischen Exporthäfen(fob) für die neue Ernte knapp 30 USD/t niedriger als für die aktuelle Ware in den USA.
 
Rapspreise am Terminmarkt sehr robust
Die Rapsreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag (13.02) leicht zugelegt. Der Maitermin beendete den Handel am Freitag bei 357,25 Euro/t und damit 0,75 Euro höher als am Vortag (356,50 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 352,25 Euro und damit sogar 1,25 Euro mehr als am Vortag (351,0 Euro). Gleichzeitig kostet die neue Rapsernte (August) 6,75 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (365,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 8,0 Euro niedriger. Am Montag (16.02) beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Mai-Termin mit einem Minus von 0,75 Euro bei 356,50 Euro/t. Der August (neue Ernte) beginnt den Handel am Montag mit einem Minus von 0,50 Euro bei 351,75 Euro.
 
Rapspreise am Kassamarkt gut behauptet
Am deutschen und europäischen Kassamarkt haben die Rapsreise in der letzten Woche behauptet. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen (Februar) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim am Freitag (13.02) zwischen 357 Euro und 358 Euro (Vw. 358 Euro und 359 Euro) und am Mittelandkanal bei 353 Euro (Vw. 354 Euro) und damit rund 1 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Für die Anlieferung im Mai 2015 wurden an den drei Handelsplätzen Rapspreise zwischen 356 Euro bis 361 Euro geboten (Vw.: 358 bis 363 Euro). Für den Raps der neuen Ernte (August) werden aktuell 347 Euro (MLK) bis 351 Euro (MH) geboten (Vw. 341 Euro und 348 Euro) und damit höhere Preis als vor einer Woche. In Frankreich bewegten sich die aktuellen Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Freitag (13.02) bei 361 Euro und damit sogar 2 Euro höher als vor einer Woche (359 Euro).
 
Sojapreise letzten Woche etwas gestiegen
Die Sojapreise sind in den USA letzte Woche gestiegen. Der Märzkontrakt ging am letzten Freitag (13.02) mit knapp 319 Euro/t (990,4 Ct/bu) aus dem Handel. Im Wochenverlauf haben die Sojapreise (in USD) in Chicago damit um 1,7 % zugelegt. Der Maikontrakt notierte bei 321 Euro (994,6,0 Ct/bu) und der Juli bei 322 Euro/t (1000 Ct/bu). An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (13.02) für die Verladung im Februar 404 USD/t (354 Euro/t) und für den April 393 USD/t (344 Euro) und damit 6 USD mehr als letzte Woche.
 
US-Sojaexporte weiter sehr hoch
Die US-Exportverkäufe von Sojabohnen sind in der letzten Woche nochmals kräftig um 52 % gestiegen. Abzüglich der Stornierungen wurden 745,400 t Sojabohnen ins Ausland verkauft, nach 489.700 t in der Woche zuvor. Die bislang insgesamt ins Ausland verkaufte Sojamenge der USA liegt bei 46,2 Mio. t und damit 7 Prozent über dem vergleichbaren sehr hohen Vorjahreswert von 43,05 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr US-Soja-Ausfuhren von 48,2 Mio. t. Die bislang aus den USA ins Ausland verkaufte Menge Sojaschrot liegt bei 8,54 Mio. t und damit 21 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert 7,1 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr US-Sojaschrot-Ausfuhren von 11,6 Mio. t.
 
Dr. Olaf Zinke
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