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Analyse

Rapspreise und Sojapreise wieder unter Druck

von , am
20.10.2014

Die Rapspreise haben in der letzten Woche ihr Niveau gehalten. Zum Beginn der neuen Woche kommen die Notierungen jedoch wieder unter Druck.

Der Raps legte an der Matif 1,25 Euro/t zum Vortag zu. © Mühlhausen/landpixel
Die Rapspreise haben in der letzten Woche ihr Niveau gehalten. Zum Beginn der neuen Woche kommen die Notierungen jedoch wieder unter Druck und fallen zum Handelsbeginn am Terminmarkt unter die Marke von 320 Euro. Für die Ernte 2015 gehen die Analysten von Strategie Grains auf der Grundlage der bislang vorliegenden Daten von einer Einschränkung der europäischen Rapsfläche um 3 Prozent auf 6,5 Mio. ha aus.
 
Bessere Erntebedingungen in den USA
Die Sojapreise schwankten erneut kräftig, haben im Wochenvergleich jedoch zugelegt. Ein Grund sind die sehr guten Exportdaten der USA. Diese haben die Preise ebenso gestützt, wie die unter dem üblichen Tempo liegende US-Sojaernte und der witterungsbedingte Rückstand bei Sojaaussaat in Brasilien (zu heiß und zu trocken). Wetterdienste gehen nun für die USA von einer deutlichen Verbesserung der Ernteverhältnisse (trocken und wärmer) im US-Mittelwesten aus. In Zentral-Brasilien soll es zudem in den nächsten Tagen ergiebig regnen, so dass die erwartete Rekordfläche noch im optimalen Zeitfenster bestellt werden kann. In den USA rechnen Analysten für 2015 damit, das die Sojafläche nochmals ausdehnt wird und damit erstmals seit langem größer ist als die Maisfläche.
 
Rapspreise rutschen unter 320 Euro
Die Rapspreise haben sich am europäischen Terminmarkt in der letzten Woche im  Seitwärts bewegt. Am Freitag (17.10.) beendete der Novemberkontrakt den Handel bei 322 Euro. Das waren 2,0 Euro weniger als am Freitag der Vorwoche (324 Euro/t). Der Februartermin notierte am Freitag (17.10) bei 328,50 Euro/t und ebenso teuer wie in der Vorwoche (Vw: 328,50 Euro/t). Am Montag (20.10) rutschten die Rapspreise am europäischen Terminmarkt weiter nach unten und lagen für den November um 13:00 Uhr nur noch bei 319,50 Euro und damit 2,5 Euro niedriger als am Freitag und zudem unterhalb der Marke von 320 Euro.
 
Rapspreise am Kassamarkt folgen Terminmarkt
Die Kassapreise für Raps lagen am Ende der letzten Woche etwas höher als in der Woche zuvor. Zum Wochenbeginn dürften die Kurse jedoch mit den schwächeren Terminmarktpreisen nachgeben. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen (Oktober) am Freitags (17.10) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim zwischen 324 bis 325 Euro (Vw. 321 bis 324 Euro) und am Mittellandkanal bei 317 Euro (Vw. 313 Euro) und damit etwa 3 bis 4 Euro höher als in der Vorwoche. Für die Anlieferung im Dezember wurden an den drei Handelsplätzten Preise zwischen 324 bis 329 Euro geboten und damit eben so viel wie letzte Woche (Vw. 324 bis 329 Euro). In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (20.10) bei 320 Euro und damit 3 Euro niedriger als vor einer Woche (323 Euro).
 
Sojapreise gestiegen, Wochenbeginn mit Abschlägen
Die Sojapreise haben in der letzten Woche am US-Terminmarkt erneut kräftig geschwankt, legten im Wochenvergleich aber zu. Gleichzeitig hat sich der Preisabstand zwischen Kassamarkt (272 Euro) und Terminmarkt wieder vergrößert. Der Novembertermin kostete am Freitag (17.10.) 273,4 Euro (951,6 Ct/bu) und damit in Euro gut 5 Euro mehr als am Freitag vor einer Woche mit 268 Euro/t (922,4 Ct/bu). Der Januarkontrakt ging am vergangenen Freitag (17.10) mit knapp 275,6 Euro/t (959,6 Ct/bu) aus dem Handel und der März mit 278 Euro (968 Ct/bu). Am heutigen Montag (20.10) starten die US-Sojapreise deutlich schwächer in den Handel. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (17.10) für die Verladung im Oktober 415 USD/t (325 Euro/t) und für den Dezember 412 USD/t (322 Euro) und damit 9 bis 12 USD mehr als letzte Woche.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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