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Analyse

Rapspreise am Terminmarkt gestiegen

von , am
19.01.2015

Die Rapspreise sind am Ende der vorigen Woche (am Terminmarkt) wieder gestiegen. hin. Am Kassamarkt haben die Rapspreise letzte Woche jedoch nachgegeben.

Der Raps legte am Freitag ganze 5,50 Euro je Tonne an der Matif zu und schloss knapp unter 370 Euro. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Rapspreise sind am Ende der vorigen Woche (am Terminmarkt) wieder gestiegen und liegen auch zum Beginn der aktuellen Woche im Plus. Dabei waren Preisausschläge zuletzt relativ gering und deuten auf eine gewisse Preiskonsolidierung hin. Am Kassamarkt haben die Rapspreise letzte Woche jedoch nachgegeben. Ausschlaggebend für die weitere Preisentwicklung bei Raps und anderen Ölsaaten ist die weitere Entwicklung am Sojamarkt. Dort haben sich die Preise an Ende Woche zwar behauptet, im Wochenverlauf haben die Sojapreise in Chicago jedoch um 2,4 % nachgegeben und sind zudem unter die 1000 Ct je Bushel-Marke gefallen. Sojaschrot hat im Verlauf der letzten Woche sogar 4,4 % verloren. Stabilisiert wurden die Preise zuletzt durch die guten Exportverkäufe der USA und durch die nach unten korrigierte Anbauerwartung für Soja (zu Gunsten von Mais) durch das Analystenhaus Informa Economics für die Ernte 2015.
 
Rapspreise erholen sich wieder
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben sich am Freitag (16.01) erholt. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel bei 357,0 Euro/t und damit 3,0 Euro bzw. 0,85 % höher als am Vortag (354,0 Euro). Der Maikontrakt wurde mit 356,5 Euro notiert und damit 2,0 Euro höher als am Vortag (354,5 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 353,75 Euro und damit 1,0 Euro mehr als am Vortag (352,75 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (351,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 6,0 Euro höher. Heute ist in den USA ein Feiertag (M-Luther King Day) und am Terminmarkt in Chicago wird nicht gehandelt und deshalb gibt es auch keine Vorgaben vom dortigen Sojamarkt. Am europäischen Terminmarkt starten die Rapspreise am Montag mit einem leichten Aufschlag von 1,0 Euro bei 358,00 Euro in die neue Woche.
 
Rapspreise am Kassamarkt gefallen
Am deutschen und europäischen Kassamarkt sind die Rapsreise letzte Woche zurückgegangen und haben sich am Montag (19.01) kaum verändert . Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen (Februar) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim am Montag zwischen 359 Euro und 361 Euro (Vw. 364 Euro und 366 Euro) und am Mittelandkanal bei 364 Euro (Vw. 360 Euro) und damit 5 bis 6 Euro niedriger als am Montag zuvor. Für die Anlieferung im Mai 2015 wurden an den drei Handelsplätzen Rapspreise zwischen 355 Euro bis 365 Euro geboten (Vw.: 359 bis 368 Euro). In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (19.01) bei 361 Euro und damit 3 Euro niedriger als eine Woche zuvor (364 Euro).
 
Sojapreise fallen unter 1000-Ct-Marke
Die Sojapreise haben sich am Freitag (16.01) in den USA behauptet. Der Märzkontrakt ging mit knapp 314 Euro/t (991,6 Ct/bu) aus dem Handel. Im Wochenverlauf haben die Sojapreise in Chicago damit um 2,4 % nachgegeben und sind zudem deutlich unter die 1000 Ct je Bushel-Marke gefallen. Der Maikontrakt notierte bei 315,9 Euro (997,4 Ct/bu) und der Juli bei knapp 317,7 Euro/t (1003 Ct/bu). Heute ist in den USA ein Feiertag (M-Luther King Day) und am Terminmarkt in Chicago wird nicht gehandelt. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (16.01) für die Verladung im Januar 399 USD/t (344 Euro/t) und für den März 394 USD/t (340 Euro) und damit rund 7 USD weniger als letzte Woche.
 
US-Sojaexporte weiterhin sehr hoch
Die US-Exportverkäufe von Sojabohnen waren auch in der letzte Woche hoch und haben die Preise am Ende der Woche wieder stabilisiert. In der letzten Woche wurden Netto (abzüglich der Stornierungen) rund 1,13 t Sojabohnen ins Ausland verkauft (dav. 0,79 Mio. t nach China). Die bislang insgesamt ins Ausland verkaufte Sojamenge der USA liegt bei 44,3 Mio. t und damit 7 Prozent über dem vergleichbaren sehr hohen Vorjahreswert von 41,4 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr US-Soja-Ausfuhren von 48,2 Mio. t. Die bislang ins Ausland verkaufte Menge Sojaschrot liegt bei 7,4 Mio. t und damit 16 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert 6,4 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr US-Sojaschrot-Ausfuhren von 11,6 Mio. t.
 
Dr. Olaf Zinke
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