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Analyse

Rapspreise zuletzt etwas gestiegen

von , am
16.09.2015

Die Rapspreise sind am Terminmarkt zuletzt etwas gestiegen. Am Kassamarkt sind die die Rapspreise ebenfalls etwas höher als vor einer Woche.

Der Raps legte an der Matif 1,25 Euro/t zum Vortag zu. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Rapspreise sind am Terminmarkt zuletzt etwas gestiegen. Am Kassamarkt sind die die Rapspreise ebenfalls etwas höher als vor einer Woche. Seit dem letzten Tief von Ende August haben sich die Preise wieder etwas erholt. Die neuen Daten des USDA zu internationalen Sojamarkt waren jedoch ausgesprochen bärish und signalisierten eine für die nächsten Monate sehr komfortable Versorgungslage bei der wichtigsten Ölfrucht. Allerdings hat sich das Crop-Monitoring bei den US-Sojabeständen zuletzt verschlechtert, so dass die Ernte nicht ganz so riesig werden könnt wie erwartet. Die globale Rapsbilanz ist nach Einschätzung des USDA hingegen sehr eng und wird zu einem deutlich Abbau der Bestände führen. Aber ohne Unterstützung vom Sojamarkt schaffen es die Rapspreise am Ende wohl nicht weiter nach oben.
 
Terminmarktpreise für Raps  folgen Soja
Die Rapspreise hatten sich Dienstag am europäischen Terminmarkt weiter erholt. Der Novemberkontrakt wurde mit 367,50 Euro gehandelt und damit zu 1,25 Euro höheren Preisen als am Vortag (366,25 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 366,25 Euro und damit 1,0 Euro höher als am Vortag (365,25). Das Preisniveau der Vorwoche (363,75 Euro) wurde vom November-Raps um 3,75 Euro übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (322,75 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 44,75 Euro bzw. 13,9 % höher. Am Mittwoch Nachmittag bewegen sich die Rapspreise am europäischen Terminmarkt seitwärts. Der November-Raps notiert unverändert bei 367,50 Euro. Der Februar-Kontrakt wird ebenfalls unverändert bei 366,25 Euro gehandelt.
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Kassapreise zum Wochenbeginn seitwärts
Am deutschen Kassamarkt hatten sich die Rapspreise im Verlauf der vorigen Woche zunächst deutlich erholt, bewegen sich aber jedoch in der zweiten Wochenhälfte und auch zum Beginn der aktuellen Woche seitwärts. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen am Dienstag (16.09) für den Novembertermin zwischen 364 Euro (Mittelandkanal) und 374 Euro (Mannheim) und damit rund 3 höher als vor einer Woche (361 bis 370). Gleichzeitig handelt man den Februartermin zwischen 364 Euro und 372 Euro und damit 3 Euro teurer wie vorige Woche (362 bis 369 Euro) .
 
In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Mittwoch (16.09) für die Novembertermin bei 372 Euro.
 
Sojapreise zuletzt gestiegen
Die Preise für Sojabohnen sind am Dienstag (15.09) am Terminmarkt in Chicago gestiegen. Die neue Ernte (Novemberkontrakt) notierte 0,5 % höher bei 889 Cent je Buschel (289,3 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel ebenfalls 0,5 % höher bei 892,2 Cent je Buschel (290,4 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (872,2 Cent je Buschel) übertrifft der November-Soja um 1,9 %. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (1078 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 17,5 % verfehlt. Am Mittwoch Vormittag (MEZ bewegen sich die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) seitwärts bei 889,2 Cent je Buschel (289,6 Euro).
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An den Exporthäfen der USA sind die Preisforderungen für Sojabohnen im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Am Dienstag (15.09) lagen die Exportpreise für US-Soja am US-Golf (fob) für die Verladung im Zeitraum September bis Oktober bei 366 USD und damit rund 13 USD höher als vor einer Woche (353 USD/t). Die Preisforderungen für die neue US-Ernte (November) lagen bei 366 und damit 11 USD höher als vor einer Woche (355 USD ).
 
Dr. Olaf Zinke
 
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