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Analyse

Raps/Soja: Sojapreise fallen weiter, Rapspreise halten sich

von , am
29.09.2014

Die Sojapreise fallen mit dem Beginn der US-Haupternte immer weiter. Die Kassapreise für Raps lagen am Ende der letzten Woche sogar etwas höher als in der Woche zuvor.

© Beuermann/landpixel
Die Sojapreise fallen mit dem Beginn der US-Haupternte immer weiter. Auch die bis zuletzt sehr hohen Kassapreise für Sojabohnen mussten gewaltig Federn lassen und fielen sogar unter die Terminmarktkurse. Diesen Preisrutsch konnten auch die außergewöhnlich starken US-Exportverkäufe der letzten Woche nicht aufhalten. Demgegenüber haben sich die Rapspreise deutlich besser gehalten, auch wenn sich die Terminmarktpreise dem massiven Druck vom Sojamarkt nicht ganz entziehen konnten. Dagegen waren die Kassapreise für Raps am Ende der letzten Woche sogar etwas höher als in der Woche zuvor. In den USA drücken weiterhin die ungewöhnlich hohen Ertragserwartungen für die neue US-Ernte auf Preise. Am Montag Nachmittag (29.09) waren die Rapspreise am europäischen Terminmarkt zunächst unverändert. In den USA bewegten sich die Sojapreise im vorbörslichen elektronischen Handel seitwärts. In Kanada (Winnipeg) startet Canola im vorbörslichen Handel ebenfalls nahezu unverändert.
 
Rapspreise am Terminmarkt etwas schwächer
Die Rapspreise konnten sich am europäischen Terminmarkt dem sehr kräftigen Einbruch der Sojapreise nicht ganz entziehen. Der Novemberkontrakt beendete den Handel am Freitag (26.09) bei 315,50 Euro. Das waren knapp 3,00 Euro weniger als am Freitag der Vorwoche (318,25 Euro/t). Der Februartermin notierte am Freitag (29.09.) bei 320,50 Euro/t und damit 4,0 Euro schwächer als in der Vorwoche (Vw: 324,50 Euro/t). Am Montag (29.09) bewegen sich die Rapspreise den Handel an der MATIF zunächst seitwärts und liegen für den November um 14:30 Uhr unverändert bei 315,50 Euro. Im Vergleich zu den Preisen von Ende September 2013 (368 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt 53 Euro oder 14 % niedriger.
 
Kassapreise für Raps etwas erholt
Die Kassapreise für Raps lagen am Ende der letzten Woche sogar etwas höher als in der Woche zuvor. Im deutschen Großhandel lagen die Preismeldungen (September) zum Beginn der neuen Woche (29.09) an den Großmärkten in Hamburg und Mannheim zwischen 315 bis 316 Euro (Vw. 309 bis 310 Euro) und am Mittelandkanal bei 310 Euro (Vw. 307 Euro) und damit etwa 3 bis 6 Euro höher als in der Vorwoche. Für die Anlieferung im November wurden an den genannten drei Handelsplätzten Preise zwischen 314 bis 319 Euro geboten und damit 2 mehr als letzte Woche (Vw. 313 bis 317). In Frankreich bewegten sich die Rapspreise im Großhandel (fob Mosel) am Montag (29.09) bei 314 Euro und damit rund 3 Euro niedriger als letzte Woche (317 Euro).
 
Sojapreise kräftig gefallen, Kassapreise unter Druck
Die Sojapreise sind im Verlauf der letzten Woche am US-Terminmarkt regelrecht eingebrochen. Außerdem sind die Preise am Kassamarkt (254,5 Euro)  unter die Terminmarktpreise gefallen. Der Novembertermin kostete am Freitag (29.09.) 263 Euro (910,2 Ct/bu) und damit gut 11 Euro weniger als am Freitag vor einer Woche mit 274 Euro/t (957Ct/bu). Der Januarkontrakt ging am vergangenen Freitag (29.09) mit knapp 266 Euro/t (918 Ct/bu) aus dem Handel und der März mit 268 Euro( 927 Ct/bu) Im Vergleich zu den Preisen von Ende September 2013 (334 Euro) sind die Sojapreise am Terminmarkt derzeit 71 Euro oder 21 % niedriger. Außerdem befinden sich die Sojapreise auf dem tiefsten Stand seit September 2009. Am heutigen Montag (29.09) starten die US-Sojapreise  zunächst seitwärts in den Handel. An den US-Exporthäfen (fob-Golf) kostete Soja am Freitag (26.09) für die Verladung im Oktober 402 USD/t (317 Euro/t) und für den November 398 USD/t (314 Euro) und damit gut 15 USD weniger als letzte Woche.
 
Kanadische Rapspreise pendeln seitwärts
In Kanada haben die Rapspreise (Canola) wie in Europa deutlich besser behauptet als die Sojabohnen. Umgerechnet 278,8 Euro/t (393,60 CAD) kostete der Novembertermin in Kanada am letzten Freitag (26.09) und damit eben so viel wie vor einer Woche (393,50 CAD). Der Januarkontrakt wurde am Freitag (26.09) mit 283 Euro ( 401 CAD) gehandelt und 1 CAD teurer. Am heutigen Montag (29.09) starten die Canolapreise in Winnipeg für den November und den Januar seitwärts in den Handel. Im Vergleich zu den Preisen im zum Ende September 2013 (500 CAD) sind die Canolapreise derzeit 21 Prozent oder rund 106 CAD niedriger.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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