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Analyse

Riesensojaernte schickt Preise erneut auf Talfahrt

von , am
14.07.2014

Am Sojamarkt änderten sich die Produktionsprognosen für die kommende Saison nochmals deutlich und schickten die Preise weiter auf Talfahrt

© landpixel
 
Am Sojamarkt änderten sich die Produktionsprognosen für die kommende Saison nochmals deutlich und schickten die Preise weiter auf Talfahrt. Grund war die überaus kräftige Aufwärtskorrektur der neuen US-Ernte deutlich über die Marke von 100-Mio.t. In der Folge setzte USDA auch die neue globale Rekordernte sowie die Bestände im Vergleich zum Juni weiter kräftig nach oben.
 
Damit sind Endbestände fast 18 Mio. t oder 27 % größer als in der letzten Saison und in den USA würden sich die Endbestände sogar verdreifachen. Außerdem wachsen die globalen Endbestände im nächsten Jahr auf den höchsten jemals erreichten Stand. Nicht nur für die USA sondern auch für Brasilien und Argentinien erwartet das USDA im neuen Wirtschaftsjahr (2014/15) Rekordernten und Rekordexporte. Allerdings würden die Amerikaner Brasilien wieder als größten Produzenten und Exporteur ablösen.
 
Chinas Importe wachsen (wie schon im Juni erwartet) im Vergleich zur noch laufenden Saison weiter und erreichen einen neuen Rekordwert. Die Märkte verarbeiteten die neuen USDA-Zahlen am Freitag zunächst sehr heftigen einem Preisrückgang. So gaben die Sojabohnen in Chicago am Freitag Abend (MEZ) um rund 3,6 % nach.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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