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Sehr gute Rapsernte in Frankreich

Rapsdrusch in Frankreich mit Claas Dominator © Julia Eder/agrarheute
von , am
01.08.2017

Die französischen Landwirte haben in diesem Jahr eine sehr gute Rapsernte eingefahren. Das hebt auch die Aussichten für die EU-Rapsernte in die Höhe.

Mit 5,3 Mio. t würde die Rapsernte 2017 in Frankreich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre liegen. Obwohl die Anbaufläche zur diesjährigen Ernte um fast 6 % eingeschränkt worden war, würde die Vorjahresproduktion damit um fast 12 % übertroffen.

Der Dachverband der französischen Ölsaatenbranche Terres Univia erklärt das gute Resultat mit nahezu idealen Witterungsbedingungen für die Ölfrucht. Nach einem milden Winter fiel die Blüte in eine Phase günstigen Wetters. Schäden durch Spätfrost konnten die Pflanzen in den meisten Fällen kompensieren. Lediglich zu spät gesäte Bestände wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Der Verband schätzt den Durchschnittsertrag auf 38 dt/ha. Das wäre eine deutliche Verbesserung gegenüber dem schwachen Vorjahr, als der Ertrag nach Angaben der EU-Kommission im Mittel nur 28 dt/ha erreichte.

Deutlich über 21 Mio. t Raps in der EU

Mit den hohen Ernteerwartungen in Frankreich, dem größten Rapserzeuger in der EU, steigen auch die Schätzungen für die Rapsernte in der Gemeinschaft insgesamt. Das Analystenhaus Stratégie Grains hob seine Schätzung gestern um 790.000 t auf 21,9 Mio. t an.

Die EU-Kommission sieht die Rapsproduktion bei 21,6 Mio. t; das wären 9,6 % oder 1,9 Mio. t mehr als 2016. Der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre würde damit um 3,6 % übertroffen.

Die Situation in Frankreich schätzt die Kommission dabei deutlich weniger optimistisch ein: Sie beziffert die Rapsernte bei den Nachbarn im Westen auf nur 4,7 Mio. t und damit rund 600.000 t kleiner als der Branchenverband Terres Univia.

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