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Analyse

Soja erneut teurer, Kanadischer Raps fällt weiter

von , am
15.01.2014

Bei Sojabohnen sorgten Meldungen über eine neue Hitzewelle in Argentinien für steigende Preise und zogen auch den europäischen Raps mit nach oben.

© Beuermann/landpixel
 
Bei Sojabohnen sorgten Meldungen über eine neue Hitzewelle in Argentinien für steigende Preise und zogen auch den europäischen Raps mit nach oben. Auch die anhaltend starke Exportnachfrage nach US-Soja stützt die Preise vor allem für die vorderen Termine. In Kanada fielen die Rapspreise am Dienstag hingegen auf ein neues Kontrakttief. In Brasilien ist das Wetter in fast allen wichtigen Anbauregionen ganz hervorragend und etliche Analysten erwarten sowohl bei Soja als auch bei Mais weitere Produktionskorrekturen nach oben.
 
Sojapreise ziehen weiter an
Der Januarkontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Dienstag (14.01) am US-Terminmarkt in Chicago mit umgerechnet 361 Euro/t (1339 Ct/bu) und der Märztermin kostete am Ende des Handelstages 352,4 Euro/t (1307 Ct/bu). Damit kosteten die Bohnen vor dem Hintergrund reger US-Exporte und möglicher witterungsbedingter Probleme (Hitze) in Argentinien nochmals je nach Kontrakt 1,0 % bis 1,3 % mehr als am Vortag. Außerdem liegen die US-Soja-Preise über der für technische Analysten wichtigen 10-Tage-Linie (1281 Ct) und zudem auch über der 20-Tage (1300 Ct) sowie über der 40 Tage-Linie (1301 Ct). Am Mittwoch Vormittag (MEZ) lagen die Sojapreise im vorbörslichen elektronischen Handel in den USA leicht im Minus.
 
Kanadische Rapspreise stürzen ab
Die Rapspreise in Kanada stehen trotz steigender Sojapreise weiter unter Druck. Am Dienstag sind die Kurse den zweiten tag in Folge auf ein neues Kontrakttief gefallen. Mit umgerechnet etwas weniger als 276,7 Euro/t (413,7 CAD) rutschte der Januartermin in Kanada weiter unter die Marke von 280 Euro. Grund für den Preisrutsch ist die Riesenernte und der stockende Export. Der Märzkontrakt nährte sich mit 282,9 Euro (423 CAD) ebenfalls der 280-Euro-Marke. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) lagen die kanadischen Rapsreise im vorbörslichen elektronischen Handel leicht im Plus.
 
Rapspreise in Europa stabilisieren sich
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben am Dienstag (14.01) mit den Sojapreisen nochmals leicht zugelegt. Der Februartermin beendete den Handel mit 361,75 Euro und der Maikontrakt mit 355,00 Euro. Damit kostete der Februar-Raps in Paris rund 1,0 Euro mehr als am Vortag, und etwa 5 Euro weniger als letzte Woche. Der Maikontrakt hat im Vergleich zur Vorwoche rund 7 Euro verloren. Im deutschen Großhandel blieben die Rapspreise am Dienstag unverändert. Für den Februar bewegen sich die Kurse je nach Region zwischen 361 Euro und 370 Euro/t.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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